Gewerkschafter sollen mutig auftreten

Rorschach. An der Generalversammlung der Gewerkschaft Syna-Sektion Bodensee im Stadthof Rorschach wurde zuerst der Film zum Syna-Kongress vom November 2010 in St. Gallen gezeigt.

Merken
Drucken
Teilen

Rorschach. An der Generalversammlung der Gewerkschaft Syna-Sektion Bodensee im Stadthof Rorschach wurde zuerst der Film zum Syna-Kongress vom November 2010 in St. Gallen gezeigt. Der Präsident der Syna-Region Ostschweiz, Othmar Widmer aus Oberuzwil, rief die Gewerkschafter auf, sich nicht zu verstecken, sondern mutig aufzutreten. Die Versammlung wurde mit dem Kongressfilm der Syna eröffnet.

Dieser zeigte auf, welche sozialen Errungenschaften dank der Gewerkschaften erreicht werden konnten. Als Beispiele dienten Sozialversicherungen, Ferien, Mutterschaftsurlaub und Gesamtarbeitsverträge (GAV).

Der Regionalsekretär, Claudio Stefanelli, zeigte sich vor allem erfreut über den GAV, der mit der Firma Lidl abgeschlossen werden konnte. Dieser ist mit den GAV von Coop und Migros ebenbürtig. In der Region wurde ein GAV mit dem Autogewerbe vereinbart.

80 Jahre Gewerkschaftsmitglied

Der Sektionspräsident, Paul Rutz, konnte verschiedene Jubilare ehren, die nicht alle anwesend waren: Peter Wiesli, Rebstein, Roland Geiger, Rorschacherberg, und August Hanhart, Arbon, für 25 Jahre Mitgliedschaft. Bischof Karl, Rorschacherberg, und Walter Gasser, Rorschach, sind schon 60 Jahre Gewerkschafter. Pietrogiovanni Paulo aus St. Gallen ist schon seit 80 Jahren Mitglied der Syna.

Nordafrika als Problem

Mit den Revolutionen in Nordafrika werden noch viele Probleme auf die Schweiz zukommen. Afrikanische Länder waren bis jetzt nicht in der Lage, ihrer jungen Bevölkerung Perspektiven für die Zukunft zu bieten. Armut und Arbeitslosigkeit sind ihr Schicksal. Gleichzeitig sind in Europa einige Länder fast pleite. Sie müssen hohe Zinslasten tragen. Der damit verbundene Sozialabbau bringe nicht viel, ausser, dass dort revolutionäre Stimmung gefördert wird, teilt die Gewerkschaft mit.

Abstimmung verschlafen

Othmar Widmer, appellierte an die anwesenden Gewerkschafter, sich mutig zu zeigen. Leider machen viele Arbeitnehmer lieber die Faust in der Hosentasche als sich zusammen mit einer Gewerkschaft zu wehren. Ein Skandal sei es auch, dass viele Importeure die Währungsgewinne von bis zu 20 Prozent einfach in ihre eigene Tasche einsacken und nicht an die Konsumenten weitergeben. Zudem sei die Abstimmung über das neue Arbeitslosengesetz wohl verschlafen worden. Zu viele werden in diesem Jahr ausgesteuert. (syna)

www.ostschweiz.syna.ch