Gewerbeschau ohne Grenze

Am Wochenende findet in Grub SG nach zehn Jahren Unterbruch wieder eine Gewerbeschau statt. Die Bedeutung des Anlasses unterstreichen gleich zwei Regierungsräte. Sie kommen aus zwei verschiedenen Kantonen.

Sebastian Schneider
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Bereits beim Aufstellen der Stände für die Gewerbeschau im Gruberhof stellen Handwerker ihre sorgfältige Arbeitsweise unter Beweis. (Bild: Daniel Dorrer)

Bereits beim Aufstellen der Stände für die Gewerbeschau im Gruberhof stellen Handwerker ihre sorgfältige Arbeitsweise unter Beweis. (Bild: Daniel Dorrer)

GRUB SG. Die Turnhalle im Gruberhof ist als solche kaum zu erkennen. Auf dem Boden wurde eine schwarze Schutzmatte ausgelegt, überall stehen weisse Wände. Hie und da ist an diesem Mittwochnachmittag das Surren von Bohrmaschinen oder das Rauschen von Staubsaugern zu hören. In der Halle sind Handwerker tüchtig an der Arbeit. Unter der Leitung des Bauleiters und Schreinermeisters Mathias Tobler bereiten sie die Stände vor, welche die Aussteller beziehen werden. Am Wochenende findet nach zehn Jahren Unterbruch wieder eine Gewerbeschau statt, mit etwa 40 Ausstellern aus Eggersriet, Grub SG und Grub AR.

Regierungsräte erweisen Ehre

Die sogenannte EGGSPO wird am Freitag um 16 Uhr eröffnet. Grussworte überbringen dabei gleich zwei Regierungsräte aus zwei Kantonen: Willi Haag, Noch-Bauchef im Kanton St. Gallen, und Alfred Stricker, Ausserrhoder Bildungsdirektor. Zugegen sein werden gemäss Veranstalter auch der Eggersrieter Gemeindepräsident Roger Hochreutener und Pius Federer, Kantonsratspräsident des Kantons Appenzell Innerrhoden.

Im Zentrum stehen aber die Gewerbler. Nach dem Eröffnungsakt werden die Türen zur Gewerbeschau geöffnet. OK-Präsident Kurt Hartmeier freut sich bereits auf diesen Moment. Spätestens seit man an den Dorfeingängen grosse Plakate aufgehängt habe, sei das Interesse an der Schau auch in der Bevölkerung geweckt worden. Hartmeier ist zuversichtlich, dass viele Besucher kommen. «Die Betriebe sind ja selber schon gut vernetzt», sagt er, räumt aber ein, dass die Überschneidung mit der Offa nicht gerade glücklich sei. «Doch es ging nicht anders», sagt Hartmeier. Weil Auf- und Abbau Zeit beanspruchen, sei nur dieses Wochenende in Frage gekommen.

Hüpfburg und Tiere für Kinder

An der Gewerbeschau können Zuschauer zum Teil selber Hand anlegen und auch einmal ein Werkzeug in die Hand nehmen. Etwa zehn Betriebe führen ihren Stand im Freien. Darunter sind laut Hartmeier etwa eine Gärtnerei, ein Carrosseriespengler, ein Dachdecker oder auch die Feuerwehr. Während die Erwachsenen und Jugendlichen sich auf dem Messegelände tummeln, soll es dem Nachwuchs aber nicht langweilig werden: «Vor der Halle gibt es einen Streichelzoo, und es wird eine Hüpfburg aufgestellt.»

Natürlich gehe es in erster Linie darum, das saubere Handwerk der Gewerbebetriebe zu präsentieren, das Gesellschaftliche dürfe aber auch nicht zu kurz kommen, sagt Hartmeier. Dafür würden eine Messebeiz und eine Bar eingerichtet. Draussen wird es eine Festwirtschaft geben. «Mit den Einnahmen aus der Festwirtschaft hoffen wir, in die schwarzen Zahlen zu kommen», sagt der Unternehmensberater. Die Betriebe zahlen eine Gebühr für den Stand, die Räume werden von der Gemeinde Eggersriet zur Verfügung gestellt. Und dennoch waren laut Hartmeier viele Stunden Freiwilligenarbeit nötig, um den Anlass auf die Beine zu stellen.

Umso wichtiger und schöner sei es, wenn die Gewerbeschau rege besucht und so zum Dorffest werde. Am Rahmen soll es nicht liegen: Am Freitag spielt die Eggersrieter Musik, am Sonntag gibt es ein Frühschoppen mit der Jugendmusikschule Eggersriet-Grub SG. Die Bar hat am Freitag und Samstag offen, solange es Gäste hat. Die Gewerbeschau ist am Freitag bis 21 Uhr offen, am Samstag von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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