Gewerbe will A1-Anschluss

Jil Lohse
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Verkehr Die regionalen Gewerbevereine sind sich einig: Ein dritter Autobahnanschluss bringt der Region Rorschach Vorteile. Auch dem öffentlichen Verkehr.

Jil Lohse

jil.lohse@tagblatt.ch

Zurzeit sind die 25000 Einwohner in Rorschach, Goldach und Rorschacherberg noch auf die auswärtigen A1-Anschlüsse in Mörschwil (Meggenhus) und Thal (Buriet) angewiesen. Zu Stosszeiten bedeutet das Chaos pur für die Region am See. Ein vom Kanton ausgelegter Masterplan über einen dritten Autobahnanschluss in der Rorschacher Region soll Abhilfe schaffen. Dieser verspricht einen Wandel für die betroffenen Gemeinden, und das nicht nur in puncto Verkehr. Auch eine siedlungsverträgliche Erneuerung der Gewerbeflächen im Bereich Industrie-/ Blumenstrasse ist geplant. Diese soll sich auch positiv auf das Gesamtgewerbe auswirken, verkündet jetzt eine Medienmitteilung der Gewerbevereine Rorschach, Rorschacherberg und Goldach.

Gewerbevereine sind sich einig

«Zu einem starken Lebensraum sollen die geplanten Massnahmen die Stadt am See machen», heisst es in der Mitteilung der drei Gewerbevereine. Man ist auch davon überzeugt, dass das Vorhaben neue, wichtige Impulse für die gesamte Region bedeuten würde. Und auch sonst ist man sich einig: Ein Autobahnanschluss muss her und das möglichst schnell. Dieser Meinung ist auch Gewerbevertreter Jan-Thilo Hippmann vom Gewerbe Rorschach: «Der direkte Anschluss an den Kern würde nicht nur die Zentren entlasten, sondern auch einen Entwicklungsanschluss für Industrie und Gewerbe bedeuten.»

Dass der öffentliche Verkehr darunter leiden könnte, weil künftig mehr Personen auf private Fahrzeuge umsteigen würden, befürchtet Hippmann nicht: «Der öffentliche Personenverkehr würde davon profitieren. Durch eine Entlastung der Ballungszentren würden Busse fristgerechter verkehren können.» Auch beim Goldacher Gewerbe ist sich Präsident Guido Boltshauser sicher: Ein Autobahnanschluss hätte enorme Auswirkungen auf den örtlichen Verkehr.

«Zurzeit wird jeder Stau, der durch diese Problematik in der Umgebung entsteht, hier geerbt», sagt Boltshauser. Dennoch sieht er diese Massnahme nicht als Lösung aller Probleme: «Auf lange Sicht braucht es sowohl für den öffentlichen als auch den privaten Verkehr neue Lösungen.» Beides müsse ausgebaut werden, so Boltshauser.