Geteilter Luxus am Bohl

Gefühlte 1000 Treppenstufen sind zu bewältigen, ehe man die Party hoch über dem Marktplatz am Bohl erreicht. Doch der Aufstieg lohnt sich: Eine junge, gutgelaunte Partymeute amüsiert sich zu DJ-Klängen hoch über der Stadt.

Kathrin Reimann
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Eine junge und ausgelassene Partymeute feierte hoch über dem Marktplatz. (Bild: Kathrin Reimann)

Eine junge und ausgelassene Partymeute feierte hoch über dem Marktplatz. (Bild: Kathrin Reimann)

Gefühlte 1000 Treppenstufen sind zu bewältigen, ehe man die Party hoch über dem Marktplatz am Bohl erreicht. Doch der Aufstieg lohnt sich: Eine junge, gutgelaunte Partymeute amüsiert sich zu DJ-Klängen hoch über der Stadt. Auf dem Grill brutzeln Würste, Wein und Bier liegen in der Kühlbox bereit und der leidenschaftliche Gastgeber sorgt dafür, dass die Gäste nicht nur die phantastische Aussicht geniessen, sondern auch die Gespräche nicht zum Erliegen kommen. «Darum geht es doch, ich will, dass jeder mit jedem spricht», sagt Andreas Frei. Der 25-Jährige teilt sich die Wohnung mit der beneidenswerten Dachterrasse mit zwei Mitbewohnern. Bereits im letzten Jahr wurde hier der Rooftop Day zelebriert. «Wir haben aber hohes Lehrgeld bezahlt.» Und daraus gelernt: Wer etwas von der Dachterrasse wirft, fliegt raus. Und um 22 Uhr ist Schluss, so steht es zumindest beim Eingang. Doch die auffallend gutaussehenden Gäste – gemäss Frei soll darunter gar der schönste Mann St. Gallens sein – scheinen die Regeln nicht zu brauchen. Es wird gelacht, geredet, getanzt, gegessen – alles ziemlich gesittet. Lämpchen und Fähnchen runden den Anlass, der fast wie ein Werbespot daherkommt, ab. «Ich mache beim Rooftop Day mit, weil ich das der Stadt schuldig bin und meine luxuriöse Terrasse für einmal mit allen teilen will», sagt Frei, der ursprünglich Hotelier werden wollte. Die Qualitäten dazu hätte er allemal.