Gestricktes für Menschen in Not

Am Tag des Strickens haben Frauen fleissig gestrickt: Organisatorin Erika Müller übergibt die Socken, Mützen und Schals an Astrid Eisenring vom Verein «Hoffnung für Kinder in Not».

Lea Müller
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Handarbeiten: Erika Müller (rechts) überreicht Astrid Eisenring die Ergebnisse des Tag des Strickens. (Bild: Lea Müller)

Handarbeiten: Erika Müller (rechts) überreicht Astrid Eisenring die Ergebnisse des Tag des Strickens. (Bild: Lea Müller)

RORSCHACH. «Das gibt einen grossen Haufen Weihnachtspäckli», freut sich Astrid Eisenring und zeigt ins Schaufenster des Geschäfts Müller Handarbeiten in Rorschach. Über 50 Mützen, 30 Paar Socken, 20 Schals, 16 Kinderpullis, 15 Paar Filzpantoffeln, zehn Paar Finkli, neun Dreieckstücher, sieben Pulswärmer und fünf Decken sind dort ausgestellt. Alles Arbeiten einer kleinen, aber fleissigen Gruppe von Frauen. Am Tag des Strickens haben sie sich in der Rorschacher Badhütte getroffen und die Nadeln klappern lassen – für einen guten Zweck. Denn das Gestrickte hat Organisatorin Erika Müller dem Verein «Hoffnung für Kinder in Not» überreicht. Es soll in Form von Weihnachtspäckli an bedürftige Kinder und Senioren in Rumänien gehen.

Ende Juli Schlüssel abgeben

Dass die Schals, Mützen, Socken und andere Stricksachen ihren Weg nach Rumänien finden, dafür sorgt Astrid Eisenring. Die Rorschacherbergerin ist Präsidentin des Vereins «Hoffnung für Kinder in Not». Das ganze Jahr über werden Hilfsgüter gesammelt und Weihnachtspäckli daraus gemacht. Ganze Sattelschlepper voll Waren fahren dann nach Osteuropa, wo die Geschenke an bedürftige Menschen verteilt werden. Im Jahr 2011 waren es insgesamt 75 Tonnen Hilfsgüter. Eine Zahl, die Astrid Eisenring in diesem Jahr wieder erreichen will. Doch erneut steht der Verein vor Problemen: Ende Juli muss Astrid Eisenring den Schlüssel zur Annahmestelle in der alten Post Ost an der Promenadenstrasse 25 abgeben. Die Räume werden anderweitig gebraucht.

Noch vier Sammeltage

Auch den Raum in der Lagerhalle im Gebiet Neuseeland wird nicht mehr lange zur Verfügung stehen. Die SBB hatten den Lagerraum kostenlos zur Verfügung gestellt – mit der Bedingung, dass er bei Bedarf innert 30 Tagen geräumt werden kann. Das wird nun voraussichtlich im Herbst der Fall sein. Für Astrid Eisenring geht die Suche nach einem geeigneten Lagerraum für die Hilfsgüter wieder von vorne los. «Doch ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden», sagt sie. Bis dahin finden in der Post Ost an der Promenadenstrasse noch drei Sammeltage statt: heute von 9 bis 12 Uhr, am Mittwoch, 4. Juli, von 13.30 bis 16 Uhr und am Samstag, 28. Juli, von 9 bis 12 Uhr. Die vorläufig letzten Annahmen im Lagerraum Neuseeland an der Churerstrasse sind am Mittwoch, 8. August, von 13.30 bis 16 Uhr, und am Samstag, 25. August, 9 bis 12 Uhr.

Astrid Eisenring, 071 850 03 60 www.osteuropa-hilfe.ch

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