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GESELLSCHAFT: Goldach will mehr für Familien tun

Für Eltern ist es wichtig, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die Gemeinde Goldach geht nun über die Bücher. Sie will wissen, ob ihr Betreuungsangebot noch genügt.
Ramona Riedener
Die Gemeinde Goldach will ihr Kita-Angebot besser den Bedürfnissen der Familien anpassen. (Bild: Fotolia)

Die Gemeinde Goldach will ihr Kita-Angebot besser den Bedürfnissen der Familien anpassen. (Bild: Fotolia)

Ramona Riedener

ramona.riedener@tagblatt.ch

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie rückte in den letzten Jahren ins Zentrum der Familienpolitik. Dabei spielt das Angebot von familienergänzender Kinderbetreuung eine wichtige Rolle. Nicht nur Bund und Kanton, sondern auch die Gemeinden haben verschiedene Massnahmen erarbeitet, um das Angebot der Kinderbetreuung auszubauen und beiden Elternteilen eine Erwerbsarbeit zu ermöglichen.

In Goldach leben 1 622 Kinder und Jugendliche. Das sind 18 Prozent der rund 9 000 Einwohner. Für sie gibt es verschiedene öffentliche und private Angebote, wie eine Kindertagesstätte, Kinderhorte, Mittagstische, Spielgruppen, eine Vermittlungsstelle für Tagesfamilien sowie offene Jugendarbeit. Erziehungs- und Jugendberatung, Sozialarbeit und Jugendförderung von Vereinen ergänzen diese Palette.

Ein individuelles Angebot soll her

Der Gemeinderat will Goldach als familienfreundlichen Ort stärken und die familienergänzenden Dienstleistungen überarbeiten. Sie sollen besser den Bedürfnissen der Familien entsprechen. Deshalb hat er der Kommission Jugend, Familie und Integration den Auftrag erteilt, Bilanz über das bestehende Angebot zu ziehen. Weiter soll die Kommission die Anliegen der Familien aufnehmen.

Dabei erhält die Kommission Unterstützung von Fachleuten des Zentrums Frühe Bildung der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG). «Wir wollen zuerst alles Bestehende betrachten. Was hat es? Was braucht es Neues? Was soll ergänzt werden?», sagt Andreas Gehrig, Präsident der Kommission. «Das ist nicht einfach, deshalb haben wir externe Unterstützung beigezogen.» Um die Bedürfnisse zu ermitteln, hat die Gemeinde an alle Familien mit Kindern bis ins Oberstufenalter ein Fragebogen verschickt.

Am Montagabend trifft sich eine Expertengruppe aus Vertretern von Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe zu einem Workshop. «Der Auftrag dieser Expertenrunde ist, eine Bewertung der Umfrageergebnisse vorzunehmen sowie die eigenen Bedürfnisse einzubringen», sagt Gehrig. Der Gemeinderat erwartet bis im Sommer die Entscheidungsgrundlagen.

Fachstelle Jugend und Familie erhält neues Gerüst

Die Kommission hat ausserdem den Auftrag, die Fachstelle Jugend und Familie der Gemeinde neu zu organisieren. Dabei darf sie ebenfalls auf die externe Unterstützung zählen. Grundlage zur Reorganisation der Fachstelle bildet das Denkmodell «4B»: Bildung, Betreuung, Beratung und Begleitung, Begegnung. Bei diesem Schema werden die verschiedenen öffentlichen und privaten Angebote und Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Eltern in diese vier Kategorien eingeteilt. Das Institut für Lehr- und Lernforschung der PHSG, welches das «4B-Modell» entwickelt hat, spricht dabei von einer ganzheitlichen Kinder- und Jugendhilfe.

Die Aufgabe der Kommission wird nun sein, zusammen mit der externen Fachstelle das bestehende Angebot in Goldach bis am Sommer nach diesem Schema zuzuordnen. Danach diskutiert und entscheidet der Gemeinderat über die neue Organisationsstruktur der Fachstelle Jugend und Familie.

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