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GESCHICHTSSCHREIBUNG: Glocken, gescheiterte Visionen und das Kinderfest

Die Stadt St. Gallen gibt eine eigene Schriftenreihe heraus. Der erste Band erschien 1958. Im Sommer soll ein Buch ans städtische Schicksalsjahr 1918 und gleichzeitig an 100 Jahre Stadtparlament erinnern.
Könnte irgendwann Thema in der städtischen Schriftenreihe sein: das Nilkrokodil und damit das neue Naturmuseum. (Bild: Michel Canonica)

Könnte irgendwann Thema in der städtischen Schriftenreihe sein: das Nilkrokodil und damit das neue Naturmuseum. (Bild: Michel Canonica)

Dass eine Buchreihe der öffentlichen Hand zum politischen Thema wird, ist doch eher selten. Die Schriftenreihe der Stadtverwaltung St. Gallen hat das bei der Debatte übers Budget 2018 im Dezember tatsächlich geschafft. Die FDP wollte den für die Publikationen im laufenden Jahr eingestellten Betrag um 31600 Franken kürzen. Einer statt der geplanten zwei Bände reiche, hiess es. Im Parlament fand der Antrag keine Mehrheit.

Die ganze Debatte dürfte allerdings für nichts geführt worden sein: Trotz der Ablehnung der Kürzung wird in diesem Jahr voraussichtlich nur ein Band in der städtischen Schriftenreihe erscheinen können, jener zum städtischen Schicksalsjahr 1918. Die Neuerscheinung soll am 3. Juli präsentiert werden, 100 Jahre und zwei Tage nachdem die Stadtverschmelzung St. Gallen flächenmässig zu dem gemacht hat, was es heute ist. Das zweite für 2018 geplante Buch über 50 Jahre Jugendbewegung und 40 Jahre Jugendarbeit dürfte sich verzögern und gemäss Stadtschreiber Manfred Linke erst im kommenden Jahr druckreif sein.

Von 1958 bis 2017 sind 22 Bände erschienen

Die Herausgabe einer eigenen Buchreihe ist für eine Stadt keine existenzielle Notwendigkeit. Für die Aufarbeitung und Überlieferung von Themen aus der Stadtgeschichte ist so ein Gefäss aber ideal geeignet. Im Internetauftritt der Stadt sind zwölf noch erhältliche sowie zehn vergriffene Bücher aus der Reihe aufgelistet. Die Themenpalette ist breit.

Zuletzt erschienen sind eine Übersicht über die Glocken in der Stadt (2017) und der sehr beliebte, bereits in zweiter Auflage vorliegende Band «St. Gallen: Eine Stadt, wie sie nie gebaut wurde» (2016/2017). Immer noch erhältlich sind aber auch ein Buch über die Altstadt (1978), das Weiherbuch (2000) oder der Separatdruck zum Kinderfest (2004). Sie können im Foyer des Rathauses gekauft werden. Vergriffen sind Bände wie «Der Finanzhaushalt der Stadt St. Gallen» (1958) oder «Das alte Gaswerk der Stadt St. Gallen im Rietli» (1970) mit Fotografien von Herbert Maeder.

Und auch Ideen für weitere Bücher in der städtischen Schriftenreihe gibt es durchaus genügend. Auf der Liste ganz oben, aber noch nicht bewilligt, stehen «Das Naturmuseum: Vom Nilkrokodil zum eigenen Haus» und «Treppenstadt St. Gallen». (vre)

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