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Geschichten von unterwegs

Vor dem Historischen und Völkerkundemuseum steht bis 23. Oktober ein mobiler Videokiosk. Gezeigt werden Porträts von türkischen Migranten.
Am Yolda-Kiosk erzählen türkische Migrantinnen und Migranten ihre Geschichte im Videoporträt. (Bild: Luca Ghiselli)

Am Yolda-Kiosk erzählen türkische Migrantinnen und Migranten ihre Geschichte im Videoporträt. (Bild: Luca Ghiselli)

Wer mehr über das Leben von Migrantinnen und Migranten erfahren will, hat vor dem Eingang des Historischen und Völkerkundemuseums in den kommenden Tagen Gelegenheit dazu. Am sogenannten Yolda-Kiosk können Passanten noch bis 23. Oktober insgesamt zehn Videoporträts von Menschen sehen, die sowohl in der Schweiz als auch in der Türkei zu Hause sind und türkische Wurzeln haben. Yolda ist das türkische Wort für unterwegs.

In mehr als einer Kultur zu Hause

Die Ethnologin und Kuratorin Gaby Fierz hat während sechs Monaten in der ganzen Türkei Menschen interviewt, die entweder in der Schweiz aufgewachsen und dann in die Türkei migriert sind oder umgekehrt. In den rund sechs Minuten langen Porträts stehen die biographischen Erzählungen der Protagonisten im Zentrum. «Dabei wird oft klar, wie individuell die Erfahrungen sind», sagt Fierz. Gemeinsam hätten die Porträtierten aber, dass sie sich mehr als nur einer Kultur zugehörig fühlen und dazwischen «unterwegs» seien – daher auch der Titel.

Der Kiosk könnte länger bleiben

Der Yolda-Kiosk wurde seit Mai an sämtlichen Orten in der Türkei und der Schweiz aufgestellt, wo die Porträtierten leben oder gelebt haben. St. Gallen ist die letzte Station der Tour. Aus der Region kommen drei porträtierte Personen. «Die Installation passt gut zu unserem Museum», sagt Kuratorin Isabella Studer. Migration sei ein wesentlicher Bestandteil der Völkerkunde und ist deshalb auch im Museum sehr präsent. «Der Videokiosk bietet eine neue Perspektive.» Es sei denkbar, dass der Kiosk auch nach dem 23. Oktober noch etwas länger in St. Gallen stehen bleibt. Dann aber im Innern des Museums und nicht, wie jetzt, vor dem Eingang. (ghi)

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