Gershwin und «Alperose»

Die Songswingers präsentierten im vollbesetzten Gruberhof ein Programm aus Musical, Gospel und Chansons. Und servierten dazu ein Candlelight-Diner.

Markus Wigert
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Aufgestellte Chorgemeinschaft: Die Songswingers aus Eggersriet. (Bild: fotokunschtch)

Aufgestellte Chorgemeinschaft: Die Songswingers aus Eggersriet. (Bild: fotokunschtch)

grub sg. Schwarz gekleidet – die Frauen mit hellen Krawatten, die Männer mit violetten Foulards – tauchten die Songswingers im grellen Lichtkegel des Scheinwerfers auf. Die Chormitglieder, mehrheitlich aus Eggersriet, haben sich Evergreens aus der Musical- und Gospelgeschichte verschrieben. Der Enthusiasmus der Chor- und Bandmiglieder liess den Funken schon zu Beginn auf das Publikum überspringen.

Spätestens mit «The Age of Aquarius» aus dem Musical «Hair» waren die Songswingers bei der mehrheitlich nicht mehr ganz jungen Zuhörerschaft angekommen. Den Songs angepasste Choreographien boten auch dem Auge das Bild einer aufgestellten Chorgemeinschaft.

Zu geniessen gab's am Samstagabend nicht nur musikalische Leckerbissen. Das gediegene Candlelight-Diner trug viel zur Gaumenfreude der Besucherinnen und Besucher bei.

«Ewigi Liebi»

Auch die Schweizer Volksmusik kam nicht zu kurz. Ein Potpourri, das von Polo Hofers «Alperose» bis zum Musical-Hit «Ewigi Liebi» reichte, gefiel. Das Trio Eugster lebte mit dem unvergesslichen «Oh läck du mir am Tschöpli» in der Erinnerung auf. Dem Potpourri ging eine engagierte Diskussion unter den Chormitgliedern voraus, die sich um die Frage drehte, ob denn alle Songs immer nur englisch gesungen werden sollen. Das sollen sie nicht. Das wurde hörbar im Block aus eingängigen Schweizer Liedern.

Dem amerikanischen Musical-Komponisten George Gershwin erwies das Stück «The way I love» die Ehre. Gesungen von Daniela Gentsch, einfühlsam begleitet von ihrem Ehemann Markus auf dem Keyboard, bildete es zweifellos einen musikalischen Höhepunkt des Abends. Das französische Chanson war vertreten mit «Comme un oiseau» von Michel Fugain, stilsicher und mit viel Herz vorgetragen.

«You are always in my mind» vom unverwüstlichen Willy Nelson, sowie der zeitlose Hit «Stand by me» von Benny King weckten Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

«Rote Lippen soll man küssen»

Auch der deutsche Schlager hat im Repertoire der Songswingers Platz. Da waren zum Beispiel die roten Lippen, die man Tag und Nacht küssen soll.

Erich Kempter, der musikalische Leiter des Chors, stellte gegen den Schluss des gut zweistündigen Konzerts die Chormitglieder und die Begleitband vor und beschrieb die Freude und Begeisterung, mit der geprobt und gesungen werde: «Wir haben sogar einige musikalische Genies in unseren Reihen.»