Geriatrische Klinik wird ab 2017 erweitert und saniert

ST. GALLEN. Mit 84,1 Prozent (96 309) Ja-Stimmen hiessen die Stimmbürger des Kantons St. Gallen die Sanierung und Erweiterung der Geriatrischen Klinik St. Gallen gut. Ein Nein legten 18 273 ein.

Christoph Zweili
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Die Geriatrische Klinik erhält bis 2020 eine neue Gebäudeschicht. (Bild: Urs Bucher)

Die Geriatrische Klinik erhält bis 2020 eine neue Gebäudeschicht. (Bild: Urs Bucher)

ST. GALLEN. Mit 84,1 Prozent (96 309) Ja-Stimmen hiessen die Stimmbürger des Kantons St. Gallen die Sanierung und Erweiterung der Geriatrischen Klinik St. Gallen gut. Ein Nein legten 18 273 ein. Gesprochen wurden ein Baubeitrag von 25 Millionen sowie ein rückzahlbares Darlehen von 15 Millionen Franken. Die Vorlage war im Vorfeld der Abstimmungen unbestritten.

Missstände beheben

Dieser Eindruck hat sich am Abstimmungssonntag eindeutig bestätigt. Dies freut auch die CVP. Dank der klaren Aussage der Bevölkerung könnten die «erheblichen Missstände», gerade in Bezug auf Grösse und Infrastruktur des Gebäudes, behoben und die Klinik saniert und erweitert werden, schreibt die Partei. Die SVP spricht von «notwendigen Massnahmen für eine Erweiterung und Anpassung an die heutigen Bedürfnisse», die nun umgesetzt werden können. Das Gebäude wurde 1980 erstellt und seither weder erweitert noch saniert. Für die Bauzeit von 2017 bis 2020 wird ein dreigeschossiges Provisorium mit 90 bis 100 Betten auf dem Areal erstellt.

Junge FDP lehnte Beitrag ab

Das deutliche Ergebnis erstaunt nicht, zumal die Vorlage von allen Parteien ohne Wenn und Aber unterstützt worden war. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Jungfreisinnigen lehnten den Kantonsbeitrag ab. Ihre Begründung: «Die JFSG stellen sich gegen die aktuelle Praxis, die Spitalinfrastrukturen, welche konzeptionell aus dem 19. Jahrhundert stammen, mit Steuergeldern weiter zu zementieren.» Der gesamte notwendige Betrag sei höchstens als Darlehen zu gewähren.

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