Geothermie: Die Sicherheit muss oberste Priorität haben

Auch der Hauseigentümerverband begrüsst die Fortsetzung des Geothermieprojektes im Sittertobel. Er mahnt aber zur Vorsicht.

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Wie andere Verbände und die Parteien (Tagblatt von gestern) ist der Hauseigentümerverband (HEV) St. Gallen zufrieden mit dem Entscheid, das Geothermieprojekt im Sittertobel weiterzuführen. Trotz des Erdbebens sei dies laut heutigem Kenntnisstand zu verantworten, schreibt der HEV in einer Mitteilung.

Ja-Parole vor der Abstimmung

Die Geschäftsleitung des HEV St. Gallen hatte sich bereits im Herbst 2010 für die Projektierung und den Bau eines Geothermie-Heizkraftwerks sowie den Ausbau des städtischen Fernwärmenetzes ausgesprochen. Vor der städtischen Volksabstimmung über den dafür nötigen, hohen Kredit von rund 160 Millionen Franken beschloss sie damals auch eine Ja-Parole.

Nach dem Erdbeben vom 20. Juli sei jetzt bei der Verwirklichung der Pläne noch mehr Vorsicht geboten als vorher. Mit dem Projekt bleibe nämlich ein gewisses Restrisiko verbunden. Dieses könne nie ganz ausgeschlossen werden. Trotzdem sei es richtig, «die grosse Chance der erneuerbaren Energiequelle Geothermie weiter zu verfolgen» und zu klären, ob im Untergrund tatsächlich genügend heisses Wasser für ein Geothermie-Kraftwerk vorhanden sei, schreibt der HEV.

Schäden rasch und kulant regeln

Allerdings müsse die Sicherheit der am Projekt beteiligten Personen wie der Bevölkerung hohe Priorität eingeräumt werden. Bei einem weiteren Vorfall müsse eine Neubeurteilung vorgenommen werden. Somit sei die Notwendigkeit, das Projekt doch noch abzubrechen, nicht ausgeschlossen. Gebäudeschäden durch Ereignisse in Zusammenhang mit dem Geothermieprojekt will der HEV «rasch und kulant» erledigt wissen. (pd/vre)