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Geothermie-Bohrungen verzögern sich erneut

ST.GALLEN. Neue Verzögerung beim geplanten Geothermie-Kraftwerk in der Stadt St.Gallen: Die zweite Ausschreibung des Bohrauftrags ist zwar ohne Einsprachen abgelaufen, doch ein geeigneter Bohrturm für das Erdwärme-Projekt ist gegenwärtig nicht verfügbar.
Der Geothermie-Bohrplatz in der Au im Sittertobel. (Bild: Urs Bucher)

Der Geothermie-Bohrplatz in der Au im Sittertobel. (Bild: Urs Bucher)

Die Stadt St.Gallen musste den Bohrauftrag für das geplante Geothermie-Kraftwerk neu vergeben. Zwei unterlegene Bohrfirmen hatten die erste Ausschreibung angefochten und im vergangenen Dezember vor dem Verwaltungsgericht Recht bekommen. Gemäss dem Urteil waren die Zuschlagskriterien nicht genügend transparent.

Der 14-Millionen-Auftrag wurde neu ausgeschrieben. Da dieses Mal keine Beschwerden eingereicht wurden, sollten die Bohrmaschinen nach den Sommerferien auffahren. Trotzdem komme es zu einer weiteren Verzögerung, sagte der zuständige Stadtrat Fredy Brunner am Mittwoch vor den Medien.

Das Unternehmen, welches den Auftrag erhalten habe, verfüge im Moment über keinen Bohrturm mit der notwendigen Hakenlast von 450 Tonnen. Bohrtürme dieser Grösse seien in ganz Europa gesucht. Die Stadt werde nun alle möglichen Alternativen prüfen, sagte Brunner.

Laut geologischen Abklärungen wird in 4000 Metern Tiefe heisses Wasser vermutet. Gewissheit bringen aber erst die Bohrungen. Die Stimmberechtigten der Stadt hatten das Erdwärme-Projekt im Umfang von 160 Millionen Franken im November 2010 gutgeheissen. Ursprünglich sollte Ende 2011 mit den Bohrungen begonnen werden.

76 Millionen Franken kosten die Tiefenbohrungen und der Bau des Kraftwerks; der Bund hat eine Risikogarantie von 24 Millionen Franken zugesichert. Für 83 Millionen wird das Fernwärme-Netz in Etappen ausgebaut. Mittelfristig sollen bis zur Hälfte der Gebäude in der Stadt umweltfreundlich mit Geothermie geheizt werden. (sda)

Weiteres Geothermie-Projekt in Region Herisau-Gossau?

Weil kein geeigneter Bohrturm zur Verfügung steht, verzögert sich das Geothermie-Projekt der Stadt St. Gallen. Derweil prüft ein Konsortium in unmittelbarer Nähe ein zweites Geothermie-Projekt, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Zu diesem Konsortium gehören der Energiekonzern Axpo, die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und die St.Galler Stadtwerke (sgsw), wie es in einem gemeinsamen Communiqué heisst. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt seien sehr gut, denn in der Region Herisau-Gossau seien ähnlich erfolgsversprechende geologische Bedingungen anzutreffen wie beim fortgeschrittenen Geothermie-Projekt in der Stadt St.Gallen.(sda)

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