Geothermie: Bohrloch über 4000 Meter tief

Neuigkeiten von der Geothermie-Baustelle im Sittertobel: Die Verantwortlichen melden den Abschluss der dritten Bohrsektion. Die Stahlrohre im zuletzt gebohrten Teilstück seien erfolgreich eingebaut und zementiert worden, schreiben sie in einer Mitteilung.

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Neuigkeiten von der Geothermie-Baustelle im Sittertobel: Die Verantwortlichen melden den Abschluss der dritten Bohrsektion. Die Stahlrohre im zuletzt gebohrten Teilstück seien erfolgreich eingebaut und zementiert worden, schreiben sie in einer Mitteilung. «Damit ist nach 112 Bohrtagen eine Strecke von 4002 Metern komplett abgeschlossen und gesichert.»

Erst im zweiten Anlauf geglückt

Bei der dritten Etappe seien die Bohrarbeiter aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse vor einigen Herausforderungen gestanden. Wegen Gebirgsausbrüchen in der Bohrlochwand sei der Einbau der Stahlrohre erst im zweiten Anlauf geglückt. «Dies ist bei Bohrprojekten dieser Grössenordnung zwar nicht unüblich», heisst es in der Mitteilung. «Dennoch verzögerten sich dadurch die Arbeiten im Sittertobel um einige Tage.»

Nochmals 400 Meter tiefer

Bevor die vierte Bohrsektion in Angriff genommen wird, stehen in den nächsten Tagen diverse Vorbereitungsarbeiten im und um das Bohrloch an. Dazu gehören etwa das Säubern des Lochs und die notwendigen Installationen für die Pumptests. Nach dem OpenAir St. Gallen wird dann nochmals rund 400 Meter tief in den Malmkalk gebohrt, in jene Schicht also, in der genug heisses Wasser für den Betrieb des Geothermiekraftwerks vermutet wird. Danach folgen Vermessungen und Pumptests, die bis Anfang August erste Resultate zum Wasservorkommen im Zielbereich liefern sollen. (pd/hae)