Generationentreff erreicht Ziele

Arbeiter, Gewerbler, Familien sowie Freunde von Spass und Spiel sind nächste Woche zu besonderen Tagen im Café Negropont in Rorschach eingeladen. Dieses ist seit einem Jahr ein Generationentreff, den Freiwillige mit Erfolg führen.

Fritz Bichsel
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Das Café Negropont in Rorschach bewährt sich seit einem Jahr als von Freiwilligen, meist Senioren, geführter Treffpunkt für alle Generationen. (Bild: pd)

Das Café Negropont in Rorschach bewährt sich seit einem Jahr als von Freiwilligen, meist Senioren, geführter Treffpunkt für alle Generationen. (Bild: pd)

REGION RORSCHACH. Das Experiment mit dem von Freiwilligen – vorwiegend Senioren – geführten Restaurant und Lokal für Aktivität gelingt. Nach einem Jahr bilanziert Projektleiter Martin Göldi für das von Pro Senectute der Region Rorschach-Unteres Rheintal getragene Angebot «Generationentreff Negropont»: «Die Gastronomie, mittags meistens mit 17 oder 18 Essen, die Veranstaltungen und das Sprachencafé mit sieben bis acht Teilnehmenden je Kurs finden rege Anklang.» Auch Freiwillige, die in Teams für Restaurant, Küche, Organisation, Dekoration und Betreuung von Anlässen arbeiten, engagierten sich nach wie vor genügend. Wegen üblicher Wechsel seien jedoch laufend neue Leute willkommen.

Von Zufriedenheit der Restaurantgäste und Besucher von Anlässen zeugen reichlich Trinkgelder. Sie ermöglichten Köchen, Servicepersonal und Veranstaltungsgruppe bereits einen Ausflug, der den Zusammenhalt des ganzen «Negropont»-Teams zusätzlich stärkte.

Betrieb bereits selbsttragend

Dank des hohen Einsatzes der Freiwilligen, unter ihnen mehrere mit Erfahrung in der Gastronomie, und der tiefen Personalkosten ist der Betrieb finanziell bereits selbsttragend – früher als erwartet. Pro Senectute trägt noch die Kosten für die Leitung und die intensive Betreuung des Projekts. Aufgrund des Erfolgs ist Martin Göldi als Leiter der Pro-Senectute-Regionalstelle zuversichtlich, «dass diese Unterstützung Schritt für Schritt verringert werden kann, wie das bei der Gründung des Generationentreffs als Ziel gesetzt wurde». Nach dem erfolgreichen Startjahr verstärken Freiwillige und Projektleitung nun die Funktion des «Negropont» als Treffpunkt für alle Generationen: mit Tagen für Gruppen der Bevölkerung, die sie nächste Woche erstmals und dann etwa einmal pro Monat durchführen.

Nebst besonderen Angeboten und Anlässen (siehe «Von Hit-Menu und Clown bis Jass) gibt es während dieser Woche Znüni und Mittagsmenü zu einem reduzierten Jubiläumspreis. Das «Negropont» an der Ecke St. Gallerstrasse/Reitbahnstrasse 2 in der Rorschacher Innenstadt ist am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr offen. Auch die Anlässe finden während dieser Zeit statt. Die besondere Woche soll zeigen, ob das weiterhin möglich ist oder solche Angebote am Abend angesetzt werden sollen.

Bisher einzigartig

Der Generationentreff fand bis in die Südschweiz Beachtung und weckt Interesse weiterer Regionalstellen von Pro Senectute. Bisher entstand in der Ostschweiz noch kein weiterer Treff dieser Art. Dass die Region Rorschach als Pionierin vorangehen kann, verdankt sie auch glücklichen Umständen: Dass direkt bei der Pro-Senectute-Regionalstelle ein Restaurant bestand und frei wurde und Wirt Kurt E. Ress in Pension ging und hier die Leitung der Küche übernahm.