Gemütlich in der Engelgasse

Ihr Konzept ist so einfach wie erfolgreich: Für einen gediegenen Sommerabend braucht es nicht mehr als einen heissen Grill und ein angemessenes Quantum gekühlter Getränke. Der Rest ergibt sich auf der WG-Dachterrasse in der Engelgasse von alleine.

Roman Hertler
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Hoch über der Engelgasse wird Gemütlichkeit grossgeschrieben. (Bild: Roman Hertler)

Hoch über der Engelgasse wird Gemütlichkeit grossgeschrieben. (Bild: Roman Hertler)

Ihr Konzept ist so einfach wie erfolgreich: Für einen gediegenen Sommerabend braucht es nicht mehr als einen heissen Grill und ein angemessenes Quantum gekühlter Getränke. Der Rest ergibt sich auf der WG-Dachterrasse in der Engelgasse von alleine. Knapp 40 Gäste – vornehmlich Freunde der WG, aber auch Fremde – haben sich angemeldet. Gekommen sind dann gut 30 Leute. Für mehr hätte der Platz aber auch kaum gereicht. Der erste Gast, der eintrifft, ist zugleich auch der mit dem längsten Anreiseweg. Aus Luzern ist er extra nach St. Gallen gefahren, obwohl der Rooftop Day gleichentags auch in seiner Heimatstadt stattfindet. Nach und nach füllt sich die Terrasse. Im Gegensatz zum Partyvolk am Bohl, dessen DJ-Beats bis hier herübertönen, setzt man hier auf gemütliches Beisammensein. Bescheidenheit ist das Motto: Die Musik säuselt aus kleinen Böxchen, und von den 120 Gratisbieren einer Winterthurer Brauerei haben sie nur 70 bestellt. Gastgeberin Tamara Roost ist zufrieden: «Alle sind ausgelassen, und viele Leute lernen sich kennen.» Auch die Fremden, die vorbeikommen, sind rasch integriert. Einziger, vernachlässigbarer Wermutstropfen ist die neue Lichterkette, die nicht funktioniert. Aber was die LED-Lämpchen nicht vermögen, können die Kerzchen schon lange. Irgendwann sind die letzten Biere getrunken und die letzte Wurst gegessen. Es wird kühl. Das Grüppchen wird immer kleiner und zieht sich schliesslich gegen Mitternacht in die warme Stube zurück.