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Gemperli kandidiert in Goldach

Der erste Kandidat fürs Goldacher Gemeindepräsidium steht fest: Überraschend zieht der Andwiler Gemeindepräsident Dominik Gemperli (CVP) seine erneute Kandidatur in Andwil zurück und kandidiert als Nachfolger von Thomas Würth.
Angelina Donati
Er muss sich jetzt erklären: Der Andwiler Gemeindepräsident Dominik Gemperli an einer Medienkonferenz im vergangenen Jahr. (Bild: Ralph Ribi)

Er muss sich jetzt erklären: Der Andwiler Gemeindepräsident Dominik Gemperli an einer Medienkonferenz im vergangenen Jahr. (Bild: Ralph Ribi)

ANDWIL/GOLDACH. Mit dieser Nachricht hat in Andwil niemand gerechnet. Sie kommt für alle überraschend. Auch Dominik Gemperli selbst spricht von einer Wendung, die sich nicht abgezeichnet und die er keinesfalls aktiv gesucht habe. «Gerade einmal vor drei Wochen wurde ich von der CVP Goldach angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Gemeinde Goldach zu präsidieren», sagt der Andwiler Gemeindepräsident Dominik Gemperli. Eine Kontaktaufnahme, die zeitlich unglücklich kommt. So hatte sich der 44-Jährige bereits entschieden und öffentlich kommuniziert, dass er als Gemeindepräsident von Andwil für eine dritte Amtsdauer kandidieren werde.

Andere Anfragen abgelehnt

Noch bevor er sich für weitere vier Jahre in Andwil entschieden hatte, erhielt er verschiedene Anfragen. «Mehrere Gemeinden haben mich in den vergangenen Monaten für das Präsidentenamt kontaktiert», sagt Gemperli. «Ich habe immer abgelehnt.» Goldach hingegen hat ihn nun aber vollends überzeugt, womit sich alles ändert.

Für den Familienvater tut sich mit Goldach eine «Chance mit einmaligem Charakter» auf. Die Möglichkeit, in einer Gemeinde in der Region St. Gallen und in dieser Grössenordnung zu wirken, wolle er nicht ungenutzt lassen. Es sei eine logische Fortsetzung seiner heutigen Tätigkeit. Gemperli spricht von spannenden Herausforderungen, etwa der Zentrumsgestaltung und dem Autobahnschluss, vor denen die Gemeinde stehe und die er engagiert angehen möchte. «Im Vergleich zu Andwil sind es Projekte in anderen Dimensionen.» Aktuell präsidiert Thomas Würth (CVP) die 9000-Seelen-Gemeinde, der sein Amt auf Ende Jahr abgibt. Kandidaten sind nebst Gemperli bislang keine bekannt.

Umzug mit Familie

Bedenkzeit für seine Kandidatur in Goldach brauchte Gemperli nicht lange. Eine Absprache mit seiner Frau brauchte es aber allemal. Schliesslich geht es bei diesem Entscheid auch um die gemeinsamen Kinder, die sieben, vier und zwei Jahre alt sind. Wird Gemperli am 25. September zum Goldacher Gemeindepräsident gewählt, wird die Familie in die neue Gemeinde ziehen. «Natürlich waren die Kinder ein Punkt, der meine Entscheidung erschwert hat», sagt er. «Je älter die Kinder sind, desto schwieriger dürfte ein Umzug sein.» Aus diesem Aspekt gesehen sei der Zeitpunkt jetzt optimal, zumal erst eines der Kinder schulpflichtig ist. In Gesprächen mit anderen Gemeindepräsidenten, die ebenfalls von Amtes wegen den Wohnort wechseln mussten, hat sich Gemperli ausgetauscht. «Meistens leben sich die Kinder bereits schon innert weniger Wochen wieder ein und finden neue Freunde», ist er überzeugt. Als «Glücksfall» bezeichnet er ausserdem die kurze Distanz der beiden Gemeinden. Eine gute Voraussetzung, um den Kontakt mit Freunden und Bekannten weiter zu pflegen. Auch für die Lage am See findet Gemperli nur lobende Worte.

Sorge um Andwils Zukunft

Mit dem Weggang Gemperlis steht Andwil vor grossen Herausforderungen. So müssen auf 2017 gleich mehrere Ämter neu besetzt werden, darunter auch jenes des Präsidenten der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. Dass der revidierte Entscheid Gemperlis für Aufregung sorgen dürfte, kann er nachvollziehen. Die Andwiler Gemeinderatsmitglieder, die vor wenigen Tagen informiert wurden, seien überrascht gewesen, zeigten aber auch Verständnis für die berufliche Weiterentwicklung ihres Kollegen. Daneben war aber auch die Sorge um die Zukunft Andwils spürbar, wie Gemperli sagt. «Der Entscheid fällt mir schwer, er ist für mich aber richtig. Wenn ich diese Chance heute nicht nutze, werde ich es später bereuen.»

Risiko in Kauf nehmen

Sollte die Stimmenzahl für das Amt des Goldacher Gemeindepräsidenten nicht ausreichen, steht Gemperli vor neuen Tatsachen. «In dem Fall würde ich mein Pensum als Anwalt aufstocken.» Das Risiko nimmt er in Kauf. Hinter seiner Entscheidung stehe er voll und ganz.

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