Gemeinsame Anlage für zwei ARA

Für Investitionen im Jahr 2015 bewilligen die Delegierten des Abwasserverbandes Morgental 4,6 Millionen Franken. Grösstes Vorhaben in den folgenden Jahren ist der Bau einer Mikrofilteranlage, die auch der ARA Hofen dienen wird.

Fritz Bichsel
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Die grösste Investition 2015 in der ARA Morgental in Steinach wird die Sanierung der Faultürme sein. (Bilder: Fritz Bichsel)

Die grösste Investition 2015 in der ARA Morgental in Steinach wird die Sanierung der Faultürme sein. (Bilder: Fritz Bichsel)

STEINACH/WITTENBACH. Die Abwasserreinigungsanlagen Morgental in Steinach und Hofen in Wittenbach sind neu über eine Leitung verbunden. In 10 bis 15 Jahren müssen beide umfassend saniert werden. Dazu stellt sich die Frage, ob die ganze Reinigung in die tieferliegende ARA Morgental verlegt werden soll.

Zwei sind günstiger

Von einer Konzentration in Steinach rät allerdings Umweltingenieur Ruedi Moser aus finanziellen Gründen ab. Er erläutert den Delegierten der Gemeinden des Verbandes Morgental an der Budgetversammlung in Tübach die Berechnungen durch die Hunziker Betatech AG: Eine grössere Anlage fast neu zu bauen, statt zwei bestehende zu sanieren, wäre hier deutlich teurer. Das würde durch Einsparungen im Betrieb nicht aufgewogen.

Zusätzliche Reinigungsstufe

Für beide Verbände nur in einer ARA zu bauen, lohnt sich hingegen, wenn eine zusätzliche Anlage neu erstellt werden muss. Das gilt für die bis 2019 vorgeschriebene Eliminierung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser. Die dafür nötigen Filter und Reaktoren plant der Verband für die Region Arbon und den westlichen Teil der Region Rorschach deshalb gemeinsam mit St. Gallen und Wittenbach. Gebaut werden sie in der ARA in Steinach. Morgental-Geschäftsführer Roland Boller zufolge stehen unterschiedlich teure Verfahren zur Wahl. Deshalb stehe der Kreditbedarf noch nicht fest.

Steigende Betriebskosten

Bereits detailliert projektiert sind die Investitionen des Verbandes Morgental in die ARA und das Netz im nächsten Jahr. Sie erfordern 4,6 Millionen Franken. Damit bewegen sie sich im Rahmen, der für mehrere Jahre abgesteckt ist. Grösstes Einzelvorhaben ist die weitere Etappe beim Sanieren der Faultürme mit Kosten von zwei Millionen Franken.

Die Betriebskosten steigen 2015 um gegen 400 000 Franken. Als Gründe dafür nannte Rechnungsführer Mischa Vonlanthen neue Aufgaben, eine Personalstelle mehr, höhere Abschreibungen sowie zusätzliche Schlammtransporte während der Sanierungsarbeiten.

5 Millionen Nettoaufwand

Der zu deckende Nettoaufwand beträgt jedoch auch im Jahr 2015 unverändert 5,3 Millionen Franken wie seit Jahren. Das ermöglicht die Reserve zum Ausgleich von Schwankungen, in die 2015 weniger eingelegt wird: 1 Million Franken statt 1,4 Millionen wie 2014.

Die Delegiertenversammlung unter Leitung des Arboner Stadtammanns Andreas Balg als Verbandspräsident genehmigte das Betriebs- und das Investitionsbudget einstimmig.