Gemeinsam zum neuen Projekt

Das Areal zwischen Spanischem Klubhaus und Fachhochschule wird von der Stadt und den Familienausgleichskassen gemeinsam entwickelt. Eine Gesamtüberbauung wird es nicht geben. Dafür können die Spanier bis im Frühling bleiben.

David Gadze
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Die Stadt St. Gallen und die Familienausgleichskassen wollen die neue Überbauung zwischen Klubhaus und Fachhochschule gemeinsam planen. (Bild: Urs Jaudas)

Die Stadt St. Gallen und die Familienausgleichskassen wollen die neue Überbauung zwischen Klubhaus und Fachhochschule gemeinsam planen. (Bild: Urs Jaudas)

Aufatmen im Spanischen Klubhaus: Der Mietvertrag des Hogar Español wird bis im Frühling 2015 verlängert. Grund dafür ist das weitere Vorgehen bei der Entwicklung des Areals zwischen dem Klubhaus und der Fachhochschule. Wie die Stadt und die drei Familienausgleichskassen von Detailhandel, Gewerbe sowie Handel und Industrie St. Gallen gestern in einer gemeinsamen Medienmitteilung bekanntgaben, werden sie die Planung für eine Neuüberbauung an der Lagerstrasse zusammen vorantreiben. Eine gemeinsame Überbauung wird es jedoch nicht geben: Nach der «Erarbeitung einer gesamthaften Überbauungskonzeption» werden die Bauprojekte der Familienausgleichskassen und der Stadt beziehungsweise eines Investors einzeln weiterverfolgt.

Städtebaulich überzeugend

Die Familienausgleichskassen haben vor rund einem Jahr die Liegenschaft Klubhausstrasse 3, in der sich das Spanische Klubhaus befindet, sowie das angrenzende Gebäude an der Lagerstrasse 10 gekauft. Diese sollen abgerissen und durch ein neues Bürogebäude ersetzt werden, welches die Familienausgleichskassen grösstenteils selbst nutzen möchten.

Die Stadt, der die Liegenschaften am anderen Ende der Häuserzeile zwischen der Klubhaus- und der Tulpenstrasse gehören, hatte schon Anfang Jahr betont, eine «Gesamtlösung» zu bevorzugen. Das gemeinsame Vorgehen, das in einer Machbarkeitsstudie definiert wurde, sieht nun eine Überbauung in geschlossener Bauweise und «aufgrund eines einheitlichen, städtebaulich überzeugenden Konzepts» vor. Sie soll gemäss dem geltenden Überbauungsplan realisiert werden, der eine maximale Gebäudehöhe von elf Metern erlaubt. Für die weitere Planung wird ein Studienwettbewerb mit vier Architekturbüros durchgeführt.

Keine Lösung für Lagerstrasse 8

Dass es kein gemeinsames Bauprojekt geben wird, habe mit den unterschiedlich weit fortgeschrittenen Planungsständen zu tun, sagt Stadträtin Patrizia Adam. Während das Projekt der Familienausgleichskassen in den Grundzügen besteht, seien die Pläne der Stadt noch nicht erarbeitet. «Es wäre weder zeitlich zumutbar noch rechtlich möglich, die Ausgleichskassen zu einer Gesamtüberbauung zu verpflichten.»

Ausserdem ist noch unklar, was mit dem Haus an der Lagerstrasse 8 passieren wird, das im Sandwich zwischen den Liegenschaften der Stadt und jenen der Familienausgleichskassen liegt. Mit dem Eigentümer des Hauses führt die Stadt nach wie vor Verhandlungen. Er sei bereit zu verkaufen, sagt Patrizia Adam. Allerdings habe man noch keine Lösung gefunden.

Klar ist aber, dass die städtischen Grundstücke an einen Investor abgegeben werden sollen. Das Liegenschaftenamt werde die Gespräche mit potenziellen Käufern demnächst in Angriff nehmen, sagt Patrizia Adam. «Wir wollen uns für die Suche genügend Zeit nehmen, um eine möglichst gute Lösung für das ganze Areal zu erreichen.» So ist vorgesehen, im Neubau dereinst öffentliche Nutzungen zu integrieren.

Noch kein konkreter Zeitplan

Die Familienausgleichskassen wollen ihr Projekt möglichst bald in Angriff nehmen, sagt Geschäftsführer Andreas Fässler. Einen konkreten Zeitplan gebe es jedoch noch nicht. Dieser hänge auch von den Ergebnissen des Studienwettbewerbs ab.