Gemeinnütziger Wohnungsbau muss in Gossau gezielt gefördert werden

«CVP will günstigen Wohnraum» Ausgabe vom 6. September 2016

Florian Kobler, Stadtparlamentarier Sp, Zeughausstrasse 6a, 9200 Gossau
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«CVP will günstigen Wohnraum» Ausgabe vom 6. September 2016

Ein CVP-Stadtparlamentarier hat in einer Einfachen Anfrage wichtige Fragen rund um den gemeinnützigen Wohnungsbau in Gossau gestellt. Im Mai 2013 hat die SP-Fraktion zu diesem Thema bereits einen Vorstoss im Parlament lanciert, damals gab es kaum Unterstützung aus der CVP. Mehr als drei Jahre später ist dieses Thema erfreulicherweise in der politischen Mitte angekommen. Gemeinnütziger Wohnbau hilft allen, insbesondere Familien, und er ist wichtig für die Zukunft von Gossau. Genossenschaftswohnungen sind deutlich preiswerter, weil Baugenossenschaften für ihre Liegenschaften nur eine Kostenmiete verrechnen – das heisst, nur so viel, wie die Baukosten sowie der Aufwand für Verwaltung und Instandhaltung effektiv ausmachen. Die Wohnbaugenossenschaften verzichten auf Gewinnstreben. In Gossau wird viel gebaut, die allermeisten Wohnungen jedoch nach dem Prinzip der Markt- bzw. Angebotsmiete verwaltet. Die Angebotsmieten widerspiegeln das Preisniveau, das aktuell auf dem Markt erzielt werden kann. Die Angebotsmieten in der Schweiz haben sich in den letzten 15 Jahren durchschnittlich mehr als verdoppelt. In Gossau ziehen vermehrt Familien weg, weil es an günstigem Wohnraum fehlt. Es braucht daher griffige Massnahmen zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus wie etwa die gezielte Abgabe von Bauland oder die Einführung von Zonen für preisgünstigen Wohnraum. Die Umsetzung des Gossauer Leitsatzes der familienfreundlichen Stadt hängt stark davon ab, ob auch Einwohnern mit mittleren und tiefen Einkommen ein angemessenes Wohnraumangebot zur Verfügung steht. Sie bilden das starke Fundament für unsere Gesellschaft. Sie sind Arbeitnehmende in Gossauer Unternehmen, sie engagieren sich in den Vereinen, sie kaufen in Gossau ein und ihre Kinder besuchen unsere Schulen. Die gezielte Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus muss im neuen Stadtentwicklungskonzept festgeschrieben werden.