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GEMEINDEVERSAMMLUNG: Nicht alle Unteregger wollen eine neue Schule

Ein Traktandum bewegt die Unteregger an der Bürgerversammlung besonders: Die Zukunft der Schulgebäude. Der Gemeinderat erklärte sein Interesse an einem Neubau, einige Bürger stemmen sich dagegen.
Martin Rechsteiner
Laut der Unteregger Schulpräsidentin Petra Gächter-Pfändler reichen die Ausstattung und der Platz in den alten Schulgebäuden nicht mehr aus. Sie macht sich für einen Neubau stark. Aus den Reihen der Bürger gibt es Gegenstimmen. (Bild: Martin Rechsteiner)

Laut der Unteregger Schulpräsidentin Petra Gächter-Pfändler reichen die Ausstattung und der Platz in den alten Schulgebäuden nicht mehr aus. Sie macht sich für einen Neubau stark. Aus den Reihen der Bürger gibt es Gegenstimmen. (Bild: Martin Rechsteiner)

Martin Rechsteiner

martin.rechsteiner@tagblatt.ch

Die Stuhlreihen im Unteregger Mehrzweckgebäude sind an diesem Montagabend gut besetzt. Vermutlich lockte die Ankündigung der Gemeinde über einen möglichen Schulhaus-Neubau (Ausgabe vom 24. März) den einen oder«anderen Stimmbürger mehr zur Versammlung. Mit 152 Anwesenden waren es heuer mehr, als in vergangenen Jahren.

Die Jahresrechnung 2017 schliesst mit einem Plus ab, denn die Gemeinde verfügt über ein Eigenkapital von rund 3,5 Millionen Franken. Aus diesem Grund schlägt der Gemeinderat eine Steuersenkung um vier Prozent auf 125 Punkte vor. Zusammen mit dem Budget 2018 heissen dies die Bürger mit nur einer Gegenstimme gut. Geld fliesst 2018 etwa in die Evaluation von Schulen in umliegende Gemeinden für die Oberstufenschüler. Ebenfalls in den Neubau der Lochmühle-Brücke oder in die Anschaffung eines kleinen Traktors für die Gemeinde.

Nicht alle wollen sich vom Schulhaus trennen

Dann kommt Gemeindepräsident Norbert Rüttimann auf das geplante Schulhaus zu sprechen. Gestützt auf eine Studie schlägt der Gemeinderat drei Varianten zur Erneuerung vor: Erstens, die Totalsanierung der bestehenden Gebäude. Kostenpunkt: 2,75 Millionen Franken. Zweitens den Abriss des Schulhauses und des Pavillons mit einem Neubau am gleichen Standort. Kostenpunkt: 9,45 Millionen Franken.

Die dritte und teuerste Variante sieht den Abriss aller Gebäude am alten Standort und ein Neubau eines Schulhauses inklusive Mehrzweckgebäude an einem neuen Platz vor. Dabei rechnet die Gemeinde mit Kosten von 14 Millionen Franken.

Der Gemeinderat betont von Beginn weg, dass es darum gehe, der Bevölkerung die Alternativen vorzustellen. Unabhängig davon habe er deshalb auch den Antrag der Steuersenkung gestellt – er wolle dem Entscheid damit nicht vorgreifen.

Schulpräsidentin Petra Gächter-Pfändler macht aber kein Geheimnis draus, welche Variante sie und der Gemeinderat favorisieren: Für sie ist die Nummer zwei, bei der das alte Schulhaus einem Neubau weicht, die beste. «Aus pädagogischer Sicht ergibt ein Neubau Sinn», sagt sie. So stünden den Klassen Gruppenräume und eine Aula zur Verfügung, deren Fehlen sich im Unterricht und bei Anlässen immer wieder bemerkbar mache. Es komme hinzu, dass das bestehende Gebäude inklusive Pavillon in die Jahre gekommen seien.

Von den Bürgern wollen sich jedoch nicht alle vom alten Schulhaus trennen: «Den Kindern ist es egal, ob sie in einem neuen oder alten Gebäude zur Schule gehen», sagt einer. Andere finden den Zustand des jetzigen Gebäudes weniger desolat, als vom Gemeinderat beschrieben. «Die Architekten erwähnen in der Studie etwa, dass das Dach noch sehr gut im Schuss ist», sagt ein anderer und legt den Bürgern ans Herz, die Evaluation genau zu studieren, bevor sie Entscheide treffen.

Eine Befragung im Mai

Zu reden gibt auch die Variante Drei. Sie macht eine Umzonung nötig, die durch die Revision der Ortsplanung erfolgen könnte. In Frage kommt dabei offenbar das Wiesenstück nördlich der Goldacherstrasse im Mittlerhof, auf höhe des Gemeindehauses. Einige der Bürger tun ihren Unmut darüber kund, dass diese Fläche Bauland werden könnte. Norbert Rüttimann will vor der Versammlung aber weder dementieren noch bestätigen, ob bei der Variante Drei diese Wiese vorgesehen ist.

Im Mai will der Gemeinderat per Fragebogen von den Bürgern erfahren, welche Variante sie bevorzugen. «Sie bestimmen schliesslich, was realisiert wird. Zurzeit stehen wir ganz am Anfang, für Überlegungen bleibt noch genügend Zeit», sagt Petra Gächter-Pfändler zu den Bürgern. Mit einem Start der Bau- oder Sanierungsarbeiten rechnet sie frühestens im Jahr 2022.

Ein weiteres Traktandum an der Versammlung ist der Bau eines Wärmeverbunds in Untereggen. Haushalte an zentraler Lage sollen dabei von den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken (SAK) mit Fernwärme versorgt werden. Dies scheint bei dem Anwesenden auf Interesse zu stossen. Ob auch ein späterer Anschluss an das Netz möglich sei, will eine Bürgerin wissen. Die Vertreter der SAK bejahten. Auch hier folgen noch im Frühjahr ein Fragebogen und eine Informationsveranstaltung.

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