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Gemeinderat weist Einsprache ab

Der Gemeinderat Mörschwil hat die Einsprache Beatrice Müllis gegen den Abbruch des «Freihofs» und einen geplanten Neubau vollumfänglich abgelehnt. Bis die Bagger im Dorfzentrum auffahren, kann es dennoch eine ganze Weile dauern.
Daniel Wirth
Wo heute der «Freihof» steht, soll das Neubauprojekt Moerswil nach Plänen des St. Galler Architekten Beat Consoni verwirklicht werden. (Bild: Ralph Ribi)

Wo heute der «Freihof» steht, soll das Neubauprojekt Moerswil nach Plänen des St. Galler Architekten Beat Consoni verwirklicht werden. (Bild: Ralph Ribi)

MÖRSCHWIL. Dass der Entscheid des Gemeinderats gegen die Einsprache ans Baudepartement des Kantons St. Gallen weitergezogen wird, ist wahrscheinlich, wie der Anwalt Beatrice Müllis gestern auf Anfrage sagte. Ob das Projekt Moerswil mit dem Ortsbildschutz vereinbar sei – darüber könne in guten Treuen gestritten werden, sagt Hubert Bühlmann, der Rechtsanwalt Müllis. Dass der Gemeinderat die Einsprache gegen den Abbruch des «Freihofs» und den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an dessen Stelle abgewiesen hat, ist für Bühlmann keine Überraschung. Schliesslich sei die Gemeinde Eigentümerin der Liegenschaft und auch die Bauherrin des umstrittenen Neubauprojektes.

Baudepartement koordiniert

Mit dem «Freihof»-Baugesuch hatte der Gemeinderat im September vergangenen Jahres auch den Teilstrassenplan «Adler-, St. Galler-, Kirchstrasse» öffentlich aufgelegt. Dieses Strassenbauprojekt steht in engem Zusammenhang mit dem «Freihof»; denn die gleiche Bürgerversammlung, die vor drei Jahren der Projektierung eines «Freihof»-Neubaus zugestimmt hatte, sagte auch Ja zum Bau von Trottoirs entlang der St. Gallerstrasse zwischen «Ochsen» und «Freihof». Mit den Trottoirs soll die Sicherheit der Fussgänger und der Schulkinder erhöht werden.

Drei Einsprachen

Gegen den Teilstrassenplan sind drei Einsprachen eingegangen; eine stammt von Beatrice Mülli. Für die Bearbeitung dieser Einsprachen ist erstinstanzlich nicht der Gemeinderat zuständig, sondern das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen, weil die St. Gallerstrasse eine Kantonsstrasse ist. Laut Auskunft von Dölf Gmür, Leiter Rechtsdienst beim kantonalen Tiefbauamt, ist das Verfahren hängig. Nach den Einspracheverhandlungen sei eine Einsprache gegen den Teilstrassenplan zurückgezogen worden. Die Behandlung der anderen beiden Einsprachen wurde im Einvernehmen mit den Einsprechern bis auf weiteres sistiert. Das Rechtsverfahren beim Teilstrassenplan wird wieder aufgenommen, wenn für den «Freihof» eine rechtskräftige Abbruchbewilligung vorliegt.

Trottoirs brauchen Platz

Denn die Trottoirs zwischen «Ochsen» und «Freihof» können in der geplanten Breite nur realisiert werden, wenn der «Freihof» abgebrochen worden ist. Beat Consonis Projekt Moerswil käme nicht so nahe an die Strasse wie der heutige «Freihof»; der Neubau würde zurückversetzt.

Im Moment sind dem Gemeinderat beim «Freihof» die Hände gebunden. Der Kanton ist gegenwärtig am Zug.

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