GEMEINDEBUDGET: Plan fürs Seeufer, Idee für regionale Eisbahn

Die Bürger der Gemeinde Rorschacherberg entscheiden, ob erneut ein Seeuferweg projektiert wird. Zur Volksmotion für eine Eisbahn gibt es an der Vorversammlung Zeichen für eine regionale Lösung.

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Einen Weg am See vom Kopp-Areal (vorne) zur Badi Hörnlibuck plant der Gemeinderat neu aufgeschüttetem Gelände. (Archivbild: Hardy Buob)

Einen Weg am See vom Kopp-Areal (vorne) zur Badi Hörnlibuck plant der Gemeinderat neu aufgeschüttetem Gelände. (Archivbild: Hardy Buob)

Öffentlicher Zugang zum Seeufer in Rorschacherberg ist im östlichen Teil bei Badi und Hafen verwirklicht und im westlichen Teil in Sicht: mit Plänen für Überbauungen, die für das Areal mit dem ehemaligen Schlachthof erarbeitet werden und für das Areal mit der ehemaligen Textilfabrik derzeit nochmals aufliegen. Im mittleren Abschnitt (Neuseeland) sucht der Gemeinderat nun eine Lösung mit Vorschüttung. Das ergab sich aus einer Umfrage bei den Einwohnern nach dem Nein zu einem millionenteuren Steg im See. Die Mehrheit wünscht einen Seeweg, favorisiert in Ufernähe. Eine Studie zeigt, dass das auf geschüttetem Neuland möglich wäre – für etwa drei Millionen Franken. Gemeindepräsident Beat Hirs verweist am Informationsabend zur Bürgerversammlung darauf, dass das nur bei ökologischer Verbesserung bewilligt würde. Die Bürger entscheiden, ob sie für 250000 Franken ein Projekt erarbeiteten lassen.

Zu anderen Vorhaben der Gemeinde berichtet der Präsident, dass sie planmässig im Bau sind – wie Garderobengebäude in der Badi Hörnlibuck und Schulgebäude mit Kindergarten im Wil­denstein – oder sich dem Baubeginn nähern – wie der Umbau des Empfangs im Gemeindehaus oder die Grossvorhaben Feuerwehrdepot und Werkhof. Noch immer in Arbeit ist ein Vorprojekt gemäss Antrag von Bürger Gottfried Kunz: für ein Dach über der Autobahn im Bereich Sonnenberg/Steig zur Gewinnung von Solarenergie und als Lärmschutz.

Finanziell geht es Rorschacherberg gut. Beat Hirs will diese Linie beibehalten: «Vorsichtig budgetieren, aber nur das Nötige ausgeben und Ertragsüberschuss nutzen für Abschreibungen zur Entlastung künftiger Rechnungen.» Das Ergebnis 2016 mit 1,8 Mio. Einnahmenüberschuss statt wie budgetiert 1,1 Mio. Defizit zeigt: Behörde, Schule und Verwaltung halten sich an die Leitlinie. Für 2017 beantragt der Gemeinderat – wiederum vorsichtig – eine weitere Reduktion des Steuerfusses um drei Prozent.

Volksmotion für eine mobile Eisbahn

Die Schule arbeitet nach Information von Schulpräsident Markus Fässler derzeit an der Einführung des neuen Lehrplans, der Umstellung der Fördermassnahmen mit dem neuen Personalpool und einer Alternative zu Kleinklassen auf der Oberstufe.

Mit der ersten Volksmotion in Rorschacherberg beantragt ein Komitee den Kauf und Betrieb einer mobilen Eisbahn. Der Gemeinderat erwartet deutlich höhere Kosten als das Komitee und empfiehlt: Die Motion ablehnen, das Anliegen durch Zusammenarbeit mit den Betreibern der Eisbahn in Rorschach erfüllen. Die Bahn müsste mehr Fläche haben, deutlich länger in Betrieb sein und professioneller betreut werden als die bisherige im Seepark, sagt Initiant Adrian Schmidlin. Die Diskussion an der Vorversammlung zeigt, dass Bürger zur Beteiligung an der Eisbahn in Rorschach neigen.

Fritz Bichsel

redaktionot@tagblatt.ch

Hinweis

Bürgerversammlung Gemeinde Rorschacherberg: Mittwoch, 5. April, 20 Uhr, Mehrzweckhalle