Gemeinde kann nicht mitreden

GOSSAU. Die Regierung hat eine Interpellation zur Verlegung des Rettungsstützpunkts nach Gossau beantwortet. Nachteile für Flawil und das Spital sieht sie keine.

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Neu stehen Fahrzeuge der Rettung St. Gallen in Gossau. (Bild: Olivia Hug)

Neu stehen Fahrzeuge der Rettung St. Gallen in Gossau. (Bild: Olivia Hug)

Die Verschiebung des Rettungsstützpunkts der Notrufzentrale 144 von Flawil nach Gossau hat auf die Gemeinden im Einzugsgebiet des Spitals Flawil keine negativen Auswirkungen. Zu diesem Fazit kommt die Regierung in ihrer Antwort auf die Interpellation der Flawiler SP-Kantonsräte Peter Hartmann und Daniel Baumgartner. Auch bestehe kein Zusammenhang zwischen der Verlegung des Standorts der Rettungswagen und der Notfallstation beziehungsweise des Spitals in Flawil, das Zielspital für den Rettungsdienst bleibt.

Der Entscheid, den Stützpunkt zu verlegen, und der Umstand, dass die Gemeinde Flawil nicht mitreden konnte, stiessen in Flawil sauer auf.

Verschärfte Auflagen

Die Verlegung des Rettungsstützpunkts ist eine Folge der Zusammenlegung der Rettungsdienste zur Rettung St. Gallen. Eine Massnahme, die es ermöglichen sollte, die im Leistungsauftrag des Kantons formulierten, verschärften Auflagen per 1. Januar 2015 zu erfüllen. Denn neu müssen die Rettungsequipen nicht mehr in 80, sondern in 90 Prozent der lebensbedrohlichen Notfälle innert 15 Minuten am Zielort sein. Ein schweizweit gültiger Wert.

Keine Synergien

Wo die Rettungsstützpunkte und die Fahrzeuge stationiert werden, entscheidet die Rettung St. Gallen. Deshalb wurden die lokalen Behörden nicht in die Entscheidungsfindung eingebunden, schreibt die Regierung. Aus Sicht der Regierung bringt die Anbindung des Rettungsdienstes 144 an den Notfall in Flawil in bezug auf Qualität und Verfügbarkeit keine Synergien. Hinzu komme die neue Dispositionsstrategie. Nach dieser wird im Notfall das nächstgelegene freie Einsatzmittel aufgeboten, unabhängig von dessen Heimatstützpunkt. Die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sei deshalb höher, weil diese öfter für Verlegungsfahrten oder Einsätze unterwegs seien, schreibt die Regierung. Mit dem Standort in Gossau kann nachts das Rettungsteam in St. Gallen reduziert werden, weil St. Gallen West teilweise von Gossau aus bedient werden kann. (ahi)

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