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Geld für Garten, Pfadi und Brücke

Die Pfadi Peter und Paul kann für ihr geplantes Pfadiheim auf einen Beitrag der Kantonalbank zählen. Ihr Vorhaben zählt zu den Siegerprojekten des Jubiläumswettbewerbs. Auch in Eggersriet und Gossau kann man sich die Hände reiben.
Sebastian Schneider
Die Pfadi Peter und Paul kann wohl schon bald mit dem Bau des Pfadiheims nach diesem Modell beginnen. (Bild: pd)

Die Pfadi Peter und Paul kann wohl schon bald mit dem Bau des Pfadiheims nach diesem Modell beginnen. (Bild: pd)

Blühende Phantasie hat sich die St. Galler Kantonalbank gewünscht. Zu spüren bekam sie eine kreative Energie, die «fast für sich allein schon für eine Expo gereicht hätte», wie CEO Roland Ledergerber in einem Gastkommentar in der «Ostschweiz am Sonntag» schrieb. Grund für diese grossen Worte ist die rege Teilnahme am Projektwettbewerb, der anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums durchgeführt wurde. 338 Teilnehmer gab es, einige davon auch aus der Region. Und drei davon haben es unter die 37 Siegerprojekte geschafft: Die Hängebrücke, die zwischen Eggersriet-Grub SG und Grub AR gespannt werden soll, das Pfadiheim in Wittenbach sowie der geplante öffentliche Garten im Gossauer Hirschbergquartier.

Projektverlauf noch unklar

Die Hängebrücke, die über den Mattenbach führen wird, ist aus Sicht der Initianten nicht nur touristisch attraktiv. Immer wieder werde die wichtige Wegverbindung wegen der regelmässigen Unwetter unterbrochen. Eingereicht hat das Projekt der Eggersrieter Gemeindepräsident Roger Hochreutener, der gestern telefonisch nicht erreichbar war. Über den Ausgang des Wettbewerbs dürften sich auch viele Pfadfinder gefreut haben. Die Wittenbacher Abteilung Peter und Paul sammelt schon seit Monaten für das neue Pfadiheim, das nun bald realisiert werden kann.

Die Hände reibt man sich auch in Gossau. Der Vorstand des Quartiervereins Hirschberg will an gut frequentierten Plätzen Hochbeete aufstellen und ein richtiges «Urban Gardening» betreiben. So sollen dereinst Salate, Rüebli und Gurken in SBB-Paletten wachsen. Auch Ikea-Tragtaschen sollen als Beete dienen. In den kleineren blauen Säcken will man einen Kräutergarten pflegen, an dem sich gemäss Projektbeschrieb vor allem die älteren Quartierbewohner erfreuen sollen. Was der Erfolg am Wettbewerb genau bedeutet, wisse man noch nicht, heisst es auf Nachfrage beim Vorstand. Gestern abend hat aber eine Sitzung stattgefunden, an der das weitere Vorgehen besprochen wurde.

Publikum mit wenig Gewicht

Wie es in einem Wettbewerb halt so ist, können nicht alle gewinnen. So zählen Projekte wie etwa «sichtBar: Wittenbach zeigt seine Gesichter» oder das Waldkircher «Haus der alten Seelen» nicht zu den Gewinnern.

Erstaunen mag dabei, dass auch Projekte mit wenig Publikumsstimmen gewählt wurden. Das Gartenprojekt in Gossau bekam gerade einmal fünf Stimmen, während auf «sichtBar machen» 264 Stimmen entfielen. Adrian Kunz von der St. Galler Kantonalbank hat eine Erklärung, warum die Stimme der achtköpfigen Jury stärker bewertet wurde. Die Juroren hätten geprüft, welches Projekt am besten den Kriterien entspreche; sie hätten zum Beispiel geprüft, ob das Projekt nachhaltig und von gesellschaftlichem Nutzen sei, sagt Kunz. Die Publikumsstimmen seien einfach als ein Kriterium behandelt worden. Zudem bekommen alle Projekte eine zweite Chance. Wie die Bank dieser Tage mitteilte, können Initianten eine Geldsammelaktion mit Hilfe der Bank aufgleisen. Sollte eine Finanzierung zustande kommen, steuert die Kantonalbank einen Beitrag von bis zu 10 000 Franken bei.

Initianten der Siegerprojekte sind zwar einen Schritt weiter, wie viel Geld sie für ihr Unterfangen bekommen, weiss allerdings noch niemand. Zuerst wird jedem Siegerprojekt laut Kunz ein Bankmitarbeiter zugeteilt. «Sie dienen als Gotti oder Götti und stellen die Verbindung zwischen Projekt und Bank her», erklärt Adrian Kunz. Dabei werde auch ausgemacht, wie viel Geld für welches Projekt gesprochen werden könne.

Die geplante Brücke zwischen Grub SG und Grub AR wird nicht ganz so gross wie diese in Randa im Wallis. (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

Die geplante Brücke zwischen Grub SG und Grub AR wird nicht ganz so gross wie diese in Randa im Wallis. (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

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