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Gegner und Befürworter krempeln die Ärmel hoch

Teilspange Mit der dritten Röhre für die Stadtautobahn kommt auch die innerstädtische Teilspange. Während sich bei der Notwendigkeit einer dritten Tunnelröhre alle einig sind, spaltet die Teilspange die Lager. Auf der Pro-Seite kämpft die überkantonale IG Engpassbeseitigung, welche die Wirtschaft und bürgerliche Parteien hinter sich schart. Auf der Gegenseite formieren sich linke Parteien mit der Sektion St. Gallen-Appenzell des Verkehrs-Clubs Schweiz (VCS) an der Spitze. Der vom Bundesrat eröffnete Entscheid, die dritte Röhre inklusive Teilspange bis zum Güterbahnhof prioritär zu behandeln, bringt Bewegung in beide Lager.

FDP-Kantonsrat Walter Locher ist Präsident der IG Engpassbeseitigung. Der Entscheid des Bundesrates sei sicher ein positives Signal, gewonnen sei aber noch gar nichts. «Es ist falsch, zu denken, dass wir in unseren Bemühungen kantonal und national nun nachlassen dürfen.» Wohl sei das Projekt nach dem klaren Entscheid an der Urne national in die Kategorie mit höchster Priorität gerutscht. Innerhalb dieser Gruppe entscheide aber der Planungsstand, wann ein Projekt realisiert werde. Aus diesem Grunde sei es nun sehr wichtig, die Planung auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene voranzutreiben. Die Teilspange vom Sitterviadukt bis zum Güterbahnhof ist nur ein Teil des Plans, wie Stadt und Agglomeration vom Verkehr entlastet werden sollen. Für die IG Engpassbeseitigung ist auch die Verlängerung der unterirdischen Entlastungsstrasse vom Güterbahnhof hinauf zur Liebegg unerlässlich. Deren Kosten sollen aller Voraussicht nach die Stadt und die Kantone tragen. «Nicht nur St. Gallen soll sich beteiligen. Auch die beiden Appenzell müssen einen verhältnismässigen Beitrag dazu leisten», sagt Locher.

«Die finanzielle Belastung wäre enorm»

Bis zu möglichen Kostenverhandlungen soll es, wenn es nach dem VCS ginge, gar nicht erst kommen. «Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, das Projekt zu bekämpfen», sagt Co-Präsidentin Doris Königer. Der VCS sei nicht gegen die dritte Röhre, aber gegen die Teilspange. «Sollte sie gebaut werden, fordern wir ein grosses Massnahmenpaket zum Schutze des Güterbahnhofareals und der umliegenden Quartiere. Auch sei dann konsequenterweise die zweite Spur der St.-Leonhard-Strasse aufzuheben. Geht es nach dem VCS, sollte auf der Teufener Strasse zudem eine Spur dem Langsamverkehr zugewiesen werden.

Mit dem Bau der Teilspange befürchtet der VCS zudem eine Zunahme des Verkehrs: «Mehr Strassen bedeuten auch mehr Autos», sagt Doris Königer. Zu bedenken gibt sie ausserdem, dass der Bau dieser Teilspange sehr teuer werden würde. «Für die Stadt wäre dies eine grosse finanzielle Belastung.» (rsp)

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