Geglückte Heimpremiere

Waldkirch-St. Gallen besiegt im ersten Heimspiel der NLA-Saison Uster mit 6:4. In der ganzen Spielzeit haben die Ostschweizer das Glück auf ihrer Seite. Die Partie entscheiden sie mit zwei Toren in den letzten zwei Minuten.

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Der St. Galler Fabian Haag (vorne) entschied mit seinem Glückstreffer die Partie. (Bild: Michel Canonica)

Der St. Galler Fabian Haag (vorne) entschied mit seinem Glückstreffer die Partie. (Bild: Michel Canonica)

Unihockey. Waren die ersten zehn Minuten noch ein munteres Hin und Her mit Torchancen für beide Teams, erwiesen sich die St. Galler in der zweiten Drittelhälfte als die erfolgreicheren Spieler im Abschluss. Es war Fabian Haag vorbehalten, in der zwölften Minute auf Pass des jungen Roman Mittelholzer das Heimteam im Athletik Zentrum in Führung zu bringen. Er läutete damit die stärkste Phase von Waldkirch-St. Gallen im gesamten Spiel ein.

Nur drei Minuten nach dem 1:0 bauten Passgeber Sandro Dominioni und Torschütze Fredrik Hoff Eriksen mit einer schönen und schnellen Kombination den Vorsprung auf 2:0 aus. Die Zürcher schienen geschockt und erlaubten Haag auf Zuspiel von Hans Mathis nach 18 Minuten seinen zweiten Treffer zum 3:0. Als kurz darauf Uster erstmals in Unterzahl agieren musste, sanken die Chancen der Zürcher gegen null.

Verkehrte Welt

Das erfolgreiche Boxplay bewirkte bei den Gästen jedoch ein stärkeres Auftreten. Vor allem die Linie um Raphael Berwerger setzte nun die St. Galler Verteidiger unter Druck. Immer mehr dominierte Uster den Gegner, und nach 26 Minuten bezwang die Paradelinie der Gäste die Defensive des Heimteams. Marcel Züger verwertete einen Pass von Berwerger zum 1:3. Als nur fünf Minuten später eine umgekehrte Kombination zum 2:3 führte, war die Spannung definitiv zurück.

Die Ostschweizer behielten aber die Nerven. Ein schnell vorgetragener Konter von Rückkehrer Daniel Kläger auf Neuzugang Dominioni stellte das Ergebnis nach 38 Minuten auf 4:2. Der Schlussabschnitt ähnelte dem Geschehen des Mitteldrittels. Das Duo Züger/Berwerger stoppte erneut das St. Galler Hoch. Nach dem 3:4 schien der Ausgleich nur eine Frage der Zeit. Die Minuten vergingen jedoch, ohne dass Uster eine seiner vielen Chancen nutzen konnte. Beide Goalies parierten alle Abschlussversuche. Die Zürcher griffen immer wieder an und drückten die Ostschweizer in die eigene Zone.

In der 58. Minute dann traf Roberto Vizzini auf Pass von Stefan Fischer zum Ausgleich.

Glückstreffer entscheidet

Mit dem 4:4 drohte dem Heimteam die Verlängerung. Doch die St. Galler sicherten sich kurz vor Spielschluss doch noch den Sieg. Die Entscheidung fiel in einer Situation, die mehr als einen Glückstreffer darstellte: Ein Schuss von Haag vom rechten Flügel fand den Weg ins Zürcher Tor.

So sehr bei den St. Gallern Freude herrschte, so verständlich war der Frust der Ustermer. Eine erfolgreiche Aufholjagd war abrupt zerstört worden. Endgültig verloren war die Partie für die Zürcher, als Roman Wick in der letzten Minute ins leere Tor traf. Mit Waldkirch-St. Gallen behielt zweifellos jenes Team das bessere Ende für sich, das während des ganzen Spiels das Glück auf seiner Seite hatte. (jle)