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GEGENWIND: Vom Masterplan nicht überzeugt

Das Projekt «Autobahnanschluss plus» findet beim Verein Kein 3. Autobahnanschluss keinen Zuspruch. Der Verein erwartet alternative Lösungen.
Felix Gemperle, Mitglied und Sprecher des Vereins Kein 3. Autobahnanschluss. (Bild: rtl)

Felix Gemperle, Mitglied und Sprecher des Vereins Kein 3. Autobahnanschluss. (Bild: rtl)

Felix Gemperle kann dem am Mittwochabend präsentierten Masterplan nichts Gutes ab­gewinnen und lässt in der im ­Namen des Vereins versandten Medienmitteilung kein gutes Haar daran: «Das Projekt ‹Autobahnanschluss plus› wurde an einer öffentlichen Informationsveranstaltung durch acht nette Herren als ‹mehr als eine Strasse› angepriesen. Das stimmt natürlich, denn es gibt nicht nur zusätzliche Verkehrskapazitäten, es gibt vor allem enorm negative Auswirkungen durch dieses ­grosse Bauwerk. Der Verein ‹Kein 3. Autobahnanschluss› ist überzeugt, dass es bessere, kostengünstigere und nachhaltigere ­Lösungen gibt, um die unbestritten vorhandenen Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen.

Der Hauptgrund für die Verkehrsprobleme in der Region Rorschach seien nicht fehlende Strassen, sondern fehlende Bahnunterführungen, heisst es weiter. Zwischen Goldach West und Rorschach Ost sei es nicht möglich, die Bahnlinie ohne Barrieren zu queren. Und weil diese immer häufiger geschlossen seien, staue sich der Verkehr regelmässig, speziell in den Hauptverkehrszeiten. Da die Öffnungszeiten wegen des dichten Zugfahrplans häufig kurz seien, lösten sich Staus nicht auf, sondern würden immer länger.

«Dieses unbestrittene Grundproblem kann mit einem neuen Autobahnanschluss nicht gelöst werden. Die Strassenkapazität ist nämlich in unserer Region genug gross, dies hat ein durch uns in Auftrag gegebenes Positionspapier eindeutig aufgezeigt. Die Behördenvertreter haben auch bestätigt, dass die Variante ‹Bau von Unterführungen in Kombination mit flankierenden Massnahmen› nicht geprüft wurde. Damit wurde die Chance, keine neuen Gebiete dem Verkehr zu opfern, verpasst», so der Verein.

Der Preis ist für die Region zu hoch

Mit dem angedachten Projekt würde einer der letzten grünen Hänge unwiederbringlich zerstört. Das Tunnelportal am Hang verursache starke Lärmemissionen für ein grosses Einzugs­gebiet. Im Weiteren würde eine bestehende Häuserreihe an der Industriestrasse abgerissen sowie das vor wenigen Jahren neu erbaute Pflegeheim Helios einer scheusslichen Strassenschlucht geopfert. Weite Gebiete würden durch zusätzlichen Verkehr belastet, und dies zu geschätzten horrenden Kosten von insgesamt etwa 190 Millionen Franken. Auch die durch Bund und Kanton in Aussicht gestellten gross­zügigen Finanzen kämen aus Steuergeldern. Städtische Agglomerationen in der Schweiz boomen, urbanes Leben sei gefragt. Viele Zentren seien gerade deshalb ­attraktiv geworden, weil ­erfolgreich versucht wurde, so wenig Verkehr wie nötig in die Zentren zu führen und den verbleibenden durch Strassenraumgestaltungen erträglicher zu ­machen. In Rorschach sei das Gegenteil geplant. Mit dem neuen Anschluss werde der Verkehr direkt ins Zentrum geschleust, was wesentlich mehr Individualverkehr anziehe. Die Emissionen nähmen stark zu. Das Zentrum werde entwertet.

Der Verein Kein 3. Auto- bahnanschluss erwartet gemäss Mitteilung, dass Alternativen ohne zusätzlichen Autobahn­anschluss endlich ernsthaft geprüft werden. Solche würden ­keine neuen Probleme schaffen und könnten schneller realisiert werden. (PD/rtl)

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