Geduldsprobe bestanden

Die NLA-Frauen des FC Staad gewinnen das Heimspiel gegen Aufsteiger SC Schwyz 1:0. Der Siegtreffer der überlegenen Ostschweizerinnen fällt erst in den letzten Spielminuten.

Andreas Schmid
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Tanz mit dem Ball: Die Staaderin Serenella Liberati hindert die Schwyzerin Silvia Steiner am Weiterkommen. (Bild: Ralph Ribi)

Tanz mit dem Ball: Die Staaderin Serenella Liberati hindert die Schwyzerin Silvia Steiner am Weiterkommen. (Bild: Ralph Ribi)

FUSSBALL. Bis zum Schluss glaubte das NLA-Team des FC Staad an einen Sieg im Heimspiel gegen den SC Schwyz. Und tatsächlich: In der letzten Minute der regulären Spielzeit wurden die Staaderinnen mit dem Siegtreffer belohnt. Mittelfeldspielerin Egzona Selimi schoss den Ball aus 25 Metern in die Maschen – ein sehenswerter Treffer.

Die vier Minuten Nachspielzeit überstanden die Staaderinnen ohne grössere Probleme und sicherten sich somit einen weiteren Vollerfolg im Kampf um den Einzug in die Finalrunde der besten acht. Damit kletterten die St. Gallerinnen in der Tabelle auf Platz vier – gleich hinter dem Spitzentrio Zürich, Kriens und Basel. Den Vorsprung auf das auf dem neunten Platz liegende Schwyz vergrösserten sie auf zehn Punkte.

Zu kompliziert und umständlich

Der zweite 1:0-Erfolg innert einer Woche brauchte indes Geduld. Die Einheimischen starteten zwar sehr schwungvoll ins Spiel und bestimmten die Gangart. In den ersten 20 Minuten kamen die Schwyzerinnen nur sehr selten über die Mittellinie. Doch das Heimteam spielte ineffizient. Zu kompliziert und zu lange am Ball versäumten die Staaderinnen, zielstrebiger den Abschluss zu suchen. Der Aufsteiger aus der Innerschweiz beschränkte sich aufs Kontern, kam aber kaum gefährlich vors Tor der sicher agierenden Daniela Hutter.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz Kellen in Tübach ein entschlosseneres Heimteam, das nun auch zu Abschlüssen kam. In der 57. Minute prüfte Sonja Baldauf mit einem scharf getretenen Freistoss aus 17 Metern die Schwyzer Torhüterin Sarah Bürgi. Diese konnte den Ball nur abwehren, genau vor die Füsse von Lena Bruderer. Doch Bruderer schoss den Ball weit übers Tor. Nur eine Minute später setzte Claudia Stilz einen Weitschuss aus 20 Metern knapp übers Tor. Die physisch starken, aber spielerisch unterlegenen Gäste blieben einzig mit weiten Bällen auf die grossgewachsenen Stürmerinnen ein wenig gefährlich. Die Staader Torhüterin Hutter musste den einen oder anderen Distanzschuss halten, mehr nicht.

Kopfball an die Latte

Staad suchte in der letzten Viertelstunde mit den Einwechslungen von Laura Geering und Caroline Hardegger die Entscheidung. Neun Minuten vor Schluss resultierte ein Kopfball an die Latte. Nach einem Eckball von Stilz verpasste Caroline Hardegger die Führung. Die Ostschweizerinnen drückten aber weiterhin auf den Siegtreffer. Schliesslich legte Karin Raymann den Ball quer auf Selimi. Diese traf. Die Geduld hatte sich ausbezahlt.