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GEBURTSTAG: Pro Ticino feiert Jubiläum

Der Verein Pro Ticino pflegt den Kontakt zwischen St.Gallen und dem Tessin. Am Samstag feiert er sein 100-jähriges Bestehen mit Gesang und Spezialitäten.
Christoph Renn
Der «Corale Pro Ticino di San Gallo» bei einem Auftritt in der St. Galler Altstadt im Jahr 2015. (Bilder: PD)

Der «Corale Pro Ticino di San Gallo» bei einem Auftritt in der St. Galler Altstadt im Jahr 2015. (Bilder: PD)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Eine andere Sprache, unterschiedliche Kulturen und eigene Gerichte: Der Verein Pro Ticino will das Tessin und seine Werte in anderen Kantonen bekannt machen. So auch in St. Gallen. Und dies macht die Sezione di San Gallo schon seit 100 Jahren. Am Samstag, 18 Uhr, feiert der Verein im Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum seinen Geburtstag, der mit Tessiner Liedern umrahmt wird.

Am 18. November 1917 fand im Restaurant Pro Ticino, heute Taverna Zorbas, die Versammlung für die Gründung der St. Galler Sektion statt. An der Hauptversammlung wurde ein Jahresbeitrag von fünf Franken beschlossen, bezahlbar in zwei Raten. Seither hat sich der Verein stetig gewandelt. So wurde im Jahre 1931, in der Zeit der Wirtschaftskrise, eine Kommission für Arbeitskräfte gegründet. Ein Jahr später rannten die ersten Spieler des Fussball Clubs Ticino über den Rasen. Der Club löste sich jedoch 1936 wieder auf. Und vor 71 Jahren trafen sich erstmals Sängerinnen und Sänger zur Probe des Corale Pro Ticino, der auch heute noch aktiv ist. So war der Verein stets bemüht, sich den Bedürfnissen der Mitglieder anzupassen.

Dem Verein fehlt der Nachwuchs

Die Sektion St.Gallen zählt heute rund 150 Mitgliedern aus der Stadt und der Umgebung. «Im Chor singen rund 35 Frauen und Männer mit», sagt Gianni Looser, Vizepräsident der St. Galler Sektion von Pro Ticino. Schweizweit zählt der Verein 27 Sektionen mit rund 2600 Mitgliedern. Hinzu kommen nochmals 600 Tessinerinnen und Tessiner, die in 17 Sektionen im Ausland aktiv sind. Die Aufgaben des Vereins sind noch immer dieselben wie vor 100 Jahren. «Wir setzen uns unter anderem für den Erhalt und die Förderung der italienischen Sprache ein und wollen kulturelle, wirtschaftliche und gastronomische Aktivitäten bekannt machen.» Doch die Bedürfnisse, vor allem junger Tessinerinnen und Tessiner, haben sich geändert. «Heute fahren vor allem die Studenten der Universität St. Gallen übers Wochenende wieder nach Hause. Das war früher fast nicht möglich.» Deshalb hat Pro Ticino, wie andere Vereine auch, mit Nachwuchsproblemen umzugehen. «Die Kinder der Mitglieder sind nicht mehr so aktiv», sagt Looser. Jedoch hat sich der Verein über die Jahre geöffnet: «Pro Ticino hat sich in eine Einrichtung verwandelt, die auch anderen Gruppen und Liebhabern des Tessins jederzeit offen steht», sagt Looser.

Nur zweimal pro Jahr ins Tessin

Früher bot der Verein ein zweites Zuhause für Tessiner, die ihren Lebensmittelpunkt in St. Gallen hatten. So auch dem 100-jährigen Mitglied Egidio Rezzonico, der im Alter von 22 Jahren hierher gezogen und seit 78 Jahren im Verein ist. «Er fuhr höchstens ein- bis zweimal pro Jahr ins Tessin. Heute sind sich die Kantone mit den öffentlichen Verkehrsmitteln viel näher gerückt», sagt Looser. Die Sprachen und Kulturen treffen sich leichter als früher.

www.proticino.ch/sangallo

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