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GEBURTSTAG: Die B-Post feiert das Zehnjährige

Die B-Post in St. Georgen ist der älteste und wohl auch schönste Quartiertreff in der Stadt. Seit zehn Jahren ziehen die B-Pöstler mit Jugendstil-Charme, Kleinkunst und Antipasti die St. Geörgler an.
Roger Berhalter
Zwei B-Pöstler der ersten Stunde: Christine Meyer und Peter Knill im Quartiertreff an der Demutstrasse. (Bild: Michel Canonica)

Zwei B-Pöstler der ersten Stunde: Christine Meyer und Peter Knill im Quartiertreff an der Demutstrasse. (Bild: Michel Canonica)

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Jeden Freitag, von 18 Uhr bis Mitternacht: Seit zehn Jahren ist die B-Post in St. Georgen ein sicherer Wert. Seit 2007 gibt es den Quartiertreff mit fixen Öffnungszeiten: Immer freitags und ab und zu auch am Mittwoch, wenn ein Kulturanlass auf dem Programm steht. Die B-Post ist damit der ­älteste Quartiertreff in dieser Form. Peter Bischof, Quartierbeauftragter der Stadt, bezeichnet die Betreiber als «Vorreiter», die auch andere Quartiere zu ähnlichen Treffs und Stämmen inspiriert hätten. Mittlerweile gibt es auch den Treffpunkt Haggen, den Nestpunkt im Riethüsli und Quartierstämme in verschiedenen Beizen. Zuerst aber war die B-Post.

Fast wie in der eigenen Stube

Das ehemalige Verkaufslokal ist nicht nur der älteste Quartiertreff der Stadt, sondern wohl auch der schönste. Im Jugendstilraum mit dem Parkettboden, den Wandschränken aus Holz und Glas sowie den grossen Schaufenstern fühlen sich die Besucher schnell wohl. Auch Christine Meyer wähnte sich am Anfang fast wie in der eigenen Stube. Die St. Geörglerin gehört zu den Gründerinnen der B-Post. Schon vor gut zehn Jahren hatte sie die leer stehende ehemalige Mercerie im Auge, und beim zweiten Anlauf klappte es. Ein Verein wurde gegründet, ein Mietvertrag unterschrieben, und eine zehnköpfige Gruppe nahm im Mai 2007 den ehrenamtlichen Barbetrieb auf. Zuvor hatten die B-Pöstler noch eine Küche eingebaut und 25000 Franken investiert, um den Treff einzurichten und besuchertauglich zu machen.

Längst sind diese Gelder zurückgezahlt, die B-Post hat sich etabliert und die Betriebsgruppe zählt heute 17 Mitglieder. Einige kümmern sich vor allem um die Bar, andere um die Dekoration der Schaufenster, wieder andere koordinieren die Vermietungen. Denn der schöne Jugendstilraum ist für private Anlässe wie Apéros oder Geburtstagsbrunches zu haben. «Die Vermietungen laufen gut», sagt Christine Meyer. Und diese Einnahmen helfen entscheidend mit, den B-Post-Betrieb am Laufen zu halten. Ebenso der unkomplizierte Vermieter, der im selben Gebäude wohnt, und den B-Pöstlern mit einer moderaten Miete entgegenkommt.

Bis die Kinder vom Fussball kommen

Jeden Freitag versammelt sich im Quartiertreff ein gemischtes Publikum. «Wir haben viele Stammgäste», sagt Peter Knill, wie Christine Meyer ein B-Pöstler der ersten Stunde.

Anfangs hätten vor allem Freunde des Betreiberteams vorbeigeschaut, doch heute trinken auch andere Quartierbewohner ein Bier, essen Antipasti, ein Stück Kuchen oder löffeln im Winter eine Suppe. Frauengruppen treffen sich, eine Architektenrunde zählt schon fast zum Inventar, manchmal schaut der benachbarte Beck herein, und im Sommer bleibt viel Laufkundschaft von den nahen Weieren in der B-Post hängen. Auch Eltern warten hier gerne bei einem Bier, bis die Kinder aus dem Fussballtraining kommen. «So ein Treff ermöglicht Begegnungen», sagt Christine Meyer. «Auch ich habe hier viele Leute aus dem Quartier kennen gelernt.»

Eine Verjüngung wäre willkommen

Es läuft also gut für die B-Post, auch nach zehn Jahren. Am kommenden Freitag steht zudem ein grosses Fest zum runden Geburtstag an (siehe Infobox). Für die Zukunft wünschen sich die Betreiber eine Verjüngung. Die meisten Mitglieder der Betriebsgruppe seien schon über 50 Jahre alt. Zwar seien einige junge Eltern neu eingestiegen, aber «es würde noch ein paar 30-Jährige vertragen», sagt Peter Knill.

Am Konzept wollen die B-Pöstler aber nichts ändern. Es bleibt dabei: Jeden Freitag, von 18 Uhr bis Mitternacht.

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