Gebührentarif gibt Fragen auf

Die finanzielle Unterstützung von Gossauer Vereinen beschäftigt Parlamentarier Stefan Harder (Flig) immer noch: Der Schwimmclub Flipper hat von der Stadt Gossau eine Rechnung erhalten.

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gossau. «Am 3. Juli 2007 habe ich zusammen mit 18 Mitunterzeichnern eine Interpellation zum Thema <Finanzielle Unterstützung der Gossauer Vereine> eingereicht», schreibt Stefan Harder in seiner dem Stadtrat eingereichten Interpellation. Der Stadtrat habe in seiner damaligen Antwort darauf hingewiesen, dass zurzeit der Gebührentarif überarbeitet werde und der Stadtrat dabei auch eine kostenlose Benutzung der Anlagen durch Gossauer Vereine prüfen werde.

Am Vereinsapéro 2008 habe der damalige Stadtrat Pius Keller die frohe Botschaft übermittelt, dass die Nutzung der städtischen Infrastruktur, zumindest für die Sportvereine, ab 1. Januar 2009 gratis sei.

Dass dies nicht aus einer Laune heraus geschehen sei, werde im Kommentar zum Budget 2009 zur laufenden Rechnung unter dem Konto 1340 Sport/4911 bestätigt, schreibt Harder weiter.

Dort stehe: «Als Zeichen der Wertschätzung für die grosse ehrenamtliche Vereinsarbeit hat der Stadtrat im Juli 2008 beschlossen, den Vereinen die städtischen Sportanlagen kostenlos zur Verfügung zu stellen.» Aufgrund der Pressemitteilung vom 17. März 2010 über die Beitragserhöhungen im Schwimmclub Flipper sowie auch anderen Rückmeldungen von Sportvereinen müsse er davon ausgehen, dass die obigen Angaben (Aussage Keller, Kommentar Budget 2009) falsch seien, schreibt Harder.

Darum wolle er vom Stadtrat Antworten: «Wie ist der Stand der Überarbeitung des Gebührentarifs? Was hat der Stadtrat in diesem Zusammenhang bisher beschlossen?» Wann könne mit einer definitiven Regelung im Sinne seiner Interpellation vom 3. Juli gerechnet werden? Harder will auch wissen, ob es zutreffe, dass die Sportvereine im Jahre 2009 zuerst eine Rechnung erhalten hätten und diese anschliessend wieder storniert worden sei. «Mit welchen Kosten müssen die Sportvereine für das Jahr 2010 rechnen?», lautet eine weitere Frage.

Und: «Warum müssen die Mitglieder des Schwimmclubs Flipper neben dem Abonnement zusätzlich für die Wasserbenutzung bezahlen?» (rb.)

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