Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GEBÜHREN: Polizei kauft neue Parkuhren

Die Stadtpolizei hat einen Auftrag öffentlich ausgeschrieben. Sie will 88 Sammelparkuhren durch neue Geräte ersetzen. Die alten Modelle geben den Geist auf.
Daniel Wirth
Die alten Sammelparkuhren haben bald ausgedient. Sie werden ab Ende 2019 durch neue Modelle ersetzt. (Bild: Jil Lohse)

Die alten Sammelparkuhren haben bald ausgedient. Sie werden ab Ende 2019 durch neue Modelle ersetzt. (Bild: Jil Lohse)

Daniel Wirth

daniel.wirth@tagblatt.ch

Der Auftrag wurde Anfang vergangener Woche im kantonalen Amtsblatt ausgeschrieben. Angebote können bis zum 18. September eingereicht werden. Der Auftrag hat eine Grösse, die eine öffentliche Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen über das öffentliche Beschaffungswesen verlangt. Wie viel die neuen Sammelparkuhren und Ticketautomaten kosten werden, kann Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei, nicht im Detail sagen. Er spricht aber von mehreren hunderttausend Franken. Normalerweise wird der Ersatz von Sammelparkuhren laufend getätigt. Ende 2019 läuft nun aber das Datenmodul bei den 146 Sammelparkuhren auf Stadtgebiet ab; 88 Geräte müssen dann ersetzt werden, bei den anderen 58 hat die Polizei mehr Zeit.

Mit der Ersatzbeschaffung ergeben sich für die Stadtpolizei neue Möglichkeiten der Bedienung. Ein Beispiel: Wenn im Oktober die Sommerzeit wieder um eine Stunde zurückgestellt wird, müssen gegenwärtig die ältesten Modelle der Sammelparkuhren vor Ort von Hand neu eingestellt werden. Gemäss Widmer ist das ein zeitlicher Aufwand, der nicht zu unterschätzen sei. «Die neuen Geräte, die die über 20 Jahre alten ersetzen, sollten ab 2020 online umgestellt werden können», sagt der Polizeisprecher. «Wir werden im Unterhalt effizienter.»

Für den Autofahrer ändert sich gar nichts

Für die Autofahrerinnen und Autofahrer ändert sich aber nichts: Parkplatznummer eingeben, Geld einwerfen, fertig – und bei verspäteter Rückkehr sich über die Ordnungsbusse ärgern.

Die St. Galler Stadtpolizei beschäftigt rund 25 Verkehrs- und Sicherheitsangestellte, die den ruhenden motorisierten Individualverkehr in der Kantonshauptstadt kontrollieren. Gemäss Widmer arbeiten diese Verkehrsangestellten in Schichten und ein beachtlicher Teil von ihnen in Teilzeit. Zu ihren Aufgaben, die sie in Uniform verrichten, gehört die Kontrolle der Sammelparkuhren und der Tickets, die im Fond des Wagens gut sichtbar sein müssen.

Ingesamt bewirtschaftet die Stadt St. Gallen 2734 Autoabstellplätze, die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) ist davon ausgenommen. Der grosse Teil davon, nämlich 2293, sind im Freien, 455 in den städtischen Parkgaragen unter dem Rathaus und der Kreuzbleiche-Sporthalle. 1326 Parkplätze werden mit einem Ticketautomaten bewirtschaftet, 732 mit Sammelparkuhren und 690 mit Schrankenanlagen wie beispielsweise auf dem Spelteriniplatz.

Knapp 8 Millionen Franken Einnahmen im Jahr

Im vergangenen Jahr nahm die Stadt mit den Gebühren für die 2734 Parkplätze in der Stadt 7,327 Millionen Franken ein, wie im Geschäftsbericht 2016 zu lesen ist. Die Gebühren für Tages- und Monatsbewilligung für das Abstellen von Fahrzeugen in der EBZ sind hier inkludiert. Der Aufwand war um 300000 Franken grösser. Die Bewirtschaftung der Parkplätze auf öffentlichem Grund ist demnach für die Stadt kein lukratives Geschäft – die Rechnung geht gerade knapp auf.

Offenbar ist die Bewirtschaftung von Parkplätzen in grossen Tiefgaragen und auf grossen Plätzen um einiges rentabler als diejenige einzelner Abstellplätze auf Strassen mit Sammelparkuhren und Ticketautomaten. Beispiel Spelteriniplatz: Hier stand im vergangenen Jahr einem Ertrag von 444000 Franken ein Aufwand von 164000 Franken gegenüber; der Gewinn betrug 280000 Franken. Auch mit den Parkgaragen unter dem Rathaus und unter der Sporthalle Kreuzbleiche fuhr die Stadt im vergangenen Jahr Gewinn ein: 201000 Franken beim Rathaus, 399000 Franken bei der Sporthalle.

Der Parkplatz im Lerchenfeld ist für die Stadt dagegen ein Nullsummenspiel: Einnahmen von 109000 Franken standen im vorigen Jahr Ausgaben von 111000 Franken gegenüber.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.