GASTSPIEL: Noch nie landete ein solch grosses Flugzeug in Altenrhein

Erstmals landete eine Boeing 737-700 auf dem Airport in Altenrhein. Mit einem maximalen Startgewicht von 77,564 Tonnen dürfte sie einer der grössten bisher hier gelandeten Flieger sein.

Rudolf Hirtl
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Neben der Boeing 737-700 wirkt der Embraer-170-Jet der People’s Viennaline geradezu klein. (Bild: Tino Dietsche)

Neben der Boeing 737-700 wirkt der Embraer-170-Jet der People’s Viennaline geradezu klein. (Bild: Tino Dietsche)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Der als VQ-BTA immatrikulierte Privatjet ist laut den im Web frei zugänglichen Informationen von flightradar24.com am Sonntag aus Palma de Mallorca ans südliche Bodenseeufer geflogen. Bei der VQ-BTA handelt es sich um eine Boeing 737-7P3 BBJ, wobei BBJ für Boeing Business Jet steht. In der normalen Passagier- variante fasst die Boeing 737-700 150 Passagiere, also beinahe das Doppelte, was die beiden 76-plätzigen Embraer 170 der People’s Viennaline befördern können. Mit ihrem maximalen Startgewicht von beinahe 78 Tonnen dürfte die Boeing 737-7P3 BBJ eines der grössten bisher in Altenrhein gelandeten Flugzeuge sein. Der grösste Businessjet ist sie auf jeden Fall. In der Vergangenheit sind regelmässig Grossraumflugzeuge in Altenrhein gelandet. Befördert haben sie unter anderem Mitglieder der irakischen Regierung, Microsoft-Gründer Bill Gates, Mitglieder diverser Königsfamilien und nicht zu vergessen, die Schweizer Fussballnationalmannschaft, sowie die Länderteams von Bulgarien, Tschechien und Rumänien. Auch Klubmannschaften sind regelmässig hier zu Gast, etwa für Europacupspiele in Liechtenstein oder in der Schweiz. Im Jahr 2001 flog die schwedische Luftwaffe – mit einer C-130 Hercules (70,308 Tonnen) nach Altenrhein; 2008 war ein Airbus A318 (68), 2009 ein Airbus A318 CJ Elite; 2010 eine Boeing 737-500 (60,555) und 2012 ein maximal 75,5 Tonnen schwerer Airbus 319 hier.

Allerdings war keiner dieser Flieger voll betankt und beladen in Altenrhein. Die Rollbahn setzt aus Sicherheitsgründen ein Gewichtslimit, obwohl die Performance der Start- und Landebahn auch für solche Maschinen ausreichend wäre. Rentiert hat sich der Besuch der Boeing 737-700 auf jeden Fall für den Airport; die Landegebühren werden nämlich per Kilo verrechnet.