GASTROSZENE: Wirtewechsel am Bahngleis

Wirtschaften gibt es viele in Rorschach. Doch es braucht das gewisse Etwas, damit die Gäste kommen. Nikol Bohunicky und Baki Irin haben ihr Rezept nach einem Tapetenwechsel gefunden und hoffen auf Erfolg.

Ramona Riedener
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Baki Irin freut sich auf seine Gäste in der «Wunderbar». (Bilder: rir)

Baki Irin freut sich auf seine Gäste in der «Wunderbar». (Bilder: rir)

Rorschach ist seit Kurzem um zwei Gaststätten reicher. Obwohl das Angebot in der Hafenstadt mit rund 80 Betrieben wie Cafés, Restaurants, Imbissstuben, Bars und Hotels sehr reichhaltig ist, sind die neuen Gastgeber überzeugt, mit ihrem Lokal eine Marktlücke in Rorschach zu schliessen. Die Zwei, Nikol Bohunicky und Baki Irin, sind in der Rorschacher Gastroszene keine Unbekannten. Mit ihrer Erfahrung in der Branche und ihrem Bezug zu Stadt und Leuten dürften ihre Betriebskonzepte durchaus Erfolg haben.

Baki Irin hatte Heimweh nach Rorschach, nach seinen Stammgästen und nach dem See. Deshalb kehrte er nach dreieinhalb Jahren der Winterthurer Gastroszene den Rücken zu und kam zurück in seine «Wunderbar» neben dem Bahngleis. Während rund zwölf Jahren führte er vorher diese Bar, nachdem er aus der ehemaligen heruntergekommenen Haifischbar eine gediegene und beliebte Lokalität aufgebaut hatte. Zur Freude seiner Stammgäste eröffnete der Besitzer die «Wunderbar» nach kurzer Umbauphase. Mit der gediegenen Bar, den kleinen Tischen und den gemütlichen Sitzecken dürfte die Lokalität sowohl jüngere wie ältere Gäste ansprechen. Besonders der Wintergarten, der als Raucherraum dient, besticht mit seiner Lage: direkt am Bahngleis mit Blickkontakt auf die im Zug vorbeifahrenden Reisenden.

Vom Gleis zum Perron

Nikol Bohunicky liebt Bahngleise. Wie sonst ist es zu erklären, dass es sie nach dreieinhalb Jahren als Gastgeberin der «Wunderbar», 500 Meter weiter an den Perron des Hafenbahnhofes zieht? Als sie die Lokalität das erste Mal besichtigte, war sie alt und schmuddelig. Doch die reizvolle Lage überzeugte die junge Gastwirtin. Nach dem Umbau präsentierte sie die Lokalität mit neuem Namen: Café, Bar Perron, ein heller, geschmackvoll eingerichteter Gastraum mit Tischen und einer kleinen Bar. Besonders aber freut sich die Gastgeberin auf den Sommer, denn für ihre Terrasse vor dem Gleis hat sie Pläne: Unter farbigen Sonnenschirmen, an Tischen und Lounge will sie Kaffee- und Glacéspezialitäten anbieten und so nicht nur ihre Stammgäste, sondern auch Touristen zum Stopp ans «Perron» locken.

Ramona Riedener

ramona.riedener@tagblatt.ch

Öffnungszeiten

«Wunderbar»: tägl. 15-1 Uhr, Fr./Sa. bis 2 Uhr.

Café, Bar Perron: 16.30-24 Uhr, Fr./Sa. bis 1 Uhr, So./Mo geschlossen.

Nikol Bohunicky führt neu die Café Bar Perron. (Bild: Ramona Riedener)

Nikol Bohunicky führt neu die Café Bar Perron. (Bild: Ramona Riedener)