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Gast am eigenen Fest

Dieses Wochenende feiert die Stadt ihr St. Galler Fest. Über 100000 Besucher werden die Altstadt in eine Festmeile verwandeln. Sie erwarten Essstände und Musik aus aller Welt. Nur eine Gastgemeinde gibt es keine.
Christoph Renn
Auch dieses Jahr wird der Gallusplatz zum Treffpunkt am St. Galler Fest. (Bild: Samuel Schalch (20. August 2016))

Auch dieses Jahr wird der Gallusplatz zum Treffpunkt am St. Galler Fest. (Bild: Samuel Schalch (20. August 2016))

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Dieses Wochenende vom 18. und 19. August haben sich viele in der Agenda frei gehalten. Sie gehen in die Altstadt, denn es ist wieder St. Galler Fest und die Stadt im Ausnahmezustand. Ab Freitag verwandeln sich die Gassen der Klosterstadt zu Festmeilen, wo getanzt und gegessen wird. Pünktlich um 19 Uhr beginnt das Fest auf der Bühne auf dem Gallusplatz mit dem traditionellen Fassanstich. Die Organisatoren rechnen wieder mit über 100000 Besucherinnen und Besucher – im vergangenen waren es 125000. Zumal die Wettervorhersagen, für das St. Galler Fest eigentlich unüblich, vielversprechend sind.

Viel Neues präsentieren die Veranstalter nicht. Müssen sie auch nicht. Das St. Galler Fest hat sich so etabliert, wie es ist: «Natürlich ziehen wir nach jedem Jahr Bilanz und verbessern uns dort, wo wir noch Potenzial sehen», sagt OK-Vizepräsident Bruno Bischof. Am Grundgerüst des Festes hätten sie jedoch nichts geändert: «Viele Besucherinnen und Besucher haben ihre Lieblingsplätze und wissen, wo welche Musik läuft.»

Das Depotsystem bleibt auch in diesem Jahr

Eine Veränderung zum Vorjahr gibt es, jedoch eine ungewollte: Auf dem Gallusplatz wird sich am diesjährigen St. Galler Fest keine Gastgemeinde präsentieren – im vergangenen Jahr war Berneck zu Besuch. «Wir wurden von einer potenziellen Gastgemeinde lange hingehalten. Irgendwann mussten wir uns entscheiden. Und wir haben uns für St. Gallen entschieden», sagt Bischof. Die Stadt ist nun sozusagen Gast an seinem eigenen Fest. So werden unter anderen Claude Diallo, Schützengarten, und die städtische Feuerwehr den Gallusplatz mit speziellen Attraktionen beleben. «Für 2018 sind wir dafür bereits fündig geworden.» Die Stadt Wil wird als Gastregion das Fest besuchen.

Gleich bleibt hingegen, dass sich die ganze Altstadt zum Festareal verwandeln wird. Es gibt wieder Verpflegungsstände mit kulinarischen Spezialitäten aus der ganzen Welt. Auch am Depotsystem halten die Veranstalter weiterhin fest. Auf dem Musikprogramm stehen zwar neue Namen, doch bleibt es abwechslungsreich. «Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.»

Von Blues über Folklore bis zu Deep House

In der Metzgergasse ertönt Irish Folk, in der Schwertgasse dröhnt Deep House aus den Boxen, auf dem Grüningerplatz regiert der Blues und auf der Bühne vor der Kirche St. Laurenzen gibt es Folklore von den Don Promillos zu hören. Zu einem richtigen St. Galler Fest gehört zudem der Jass Cup, der am Samstag, 14 bis 17 Uhr, bereits zum 15. Mal stattfinden wird. Spielleitung und Moderation übernimmt Monika Fasnacht. Einen Höhepunkt möchte Bischof am diesjährigen St. Galler Fest nicht herausheben. «Für mich ist das Fest dann ein Erfolg, wenn es gut besucht wird und die Besucherinnen und Besucher unfallfrei und sicher miteinander feiern können», sagt er. Als Merkmale des St. Galler Festes hebt er jedoch hervor, dass es gratis und das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel bis spät in die Nacht ausgezeichnet sei. Deshalb fordert er die Besucher auf, mit dem ÖV an- und abzureisen.

Hohe Polizeipräsenz in den Gassen

Damit das Fest möglichst sicher bleibt, haben die Veranstalter zusammen mit der Stadtpolizei Vorkehrungen getroffen. Wie diese genau aussehen, kann Polizeisprecher Dionys Widmer jedoch nicht genau sagen. Nur so viel: «Wir haben gleich viele Einsatzkräfte vor Ort wie im vergangenen Jahr.» Aber im letzten Jahr hat die Polizei stark aufgestockt. Sichtbare Sicherheitsmassnahmen werden hingegen an den Einfahrten vorgenommen. «Wie bereits am New Orleans werden wir diese blockieren», sagt Widmer. Die verstärkten Massnahmen bedeuten jedoch nicht, dass sich die Sicherheitslage in diesem und dem vergangenen Jahr enorm verschärft hätte. «Diese Massnahmen treffen wir seit geraumer Zeit bei jeder grösseren Veranstaltung.»

www.stgallerfest.ch

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