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GAMING FESTIVAL: 700 Gamer zocken an diesem Wochenende in der Olma-Halle

Ab heute Abend zocken rund 700 Gamer in der Olma-Halle 2 das ganze Wochenende um die Wette. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Anlass in St.Gallen stattfindet. In die Stadt geholt hat ihn die Standortförderung.
Luca Ghiselli
Wettkampf am Bildschirm: In der Olma-Halle 2 messen sich dieses Wochenende rund 700 Gamer. (Bild: Benjamin Manser (Sursee, 2. Dezember 2016))

Wettkampf am Bildschirm: In der Olma-Halle 2 messen sich dieses Wochenende rund 700 Gamer. (Bild: Benjamin Manser (Sursee, 2. Dezember 2016))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Der FC St.Gallen hat sie genauso auf der Lohnliste wie Lausanne-Sport und der FC Basel. Nicht etwa Fussballer oder Trainer, sondern professionelle Gamer. E-Sports sind im Trend, in Asien füllen Meisterschaften grosse Stadien und auch hierzulande wächst die Szene rasch. Dieses Wochenende wird die Olma-Halle 2.0 nun zum Hotspot der Schweizer Gaming-Szene.

An einer LAN-Party (siehe unten) treffen sich insgesamt rund 700 Gamerinnen und Gamer, um gemeinsam ihrem Hobby zu frönen. Neben Ernstkämpfen, bei denen mehrere Tausend Franken Preisgeld ausgeschüttet werden, finden auch zahlreiche Plauschturniere statt. Insgesamt sind es über 20 Wettkämpfe für Konsole und PC, vom Ego-Shooter «Call of Duty» bis zum Kampfspiel «Tekken».

Bild: Urs Bucher
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700 Gamer zocken in der Olma-Halle

Austausch genauso wichtig wie das Gamen

«LAN-Partys sind ein bisschen wie Musik-Festivals», sagt Veranstalter Manuel Oberholzer. Es gibt Schlafgelegenheiten, eine Hygienezone und Verpflegungsstände. Das gemeinsame Feiern des eigenen Hobbys stehe im Zentrum. «Für die meisten ist es nicht das Ziel, an möglichst vielen Wettkämpfen teilzunehmen», sagt er. Vielmehr gehe es auch darum, sich innerhalb der Szene auszutauschen, Zeit miteinander zu verbringen und offline seine Online-Freunde zu treffen.

Wer nimmt eigentlich an einem solchen Gaming-Marathon teil? «Das lässt sich nicht pauschal sagen», sagt Oberholzer. Die meisten seien zwar männlich und zwischen 18 und 28 Jahre alt. «Es kommen aber auch Väter mit ihren Kindern und zunehmend auch Frauen.» Vor einigen Jahren noch sei eine Frau an einem Gaming-Festival die Ausnahme gewesen. «Heute ist es normal.»

Gaming soll Fachkräfte anlocken

Dass das Gaming-Festival nach kleineren Austragungen in Arbon, Burgdorf und Subingen nun erstmals in einem grösseren Format auch in St.Gallen stattfindet, geht auf die städtische Standortförderung zurück. Sie will damit den IT-Standort St.Gallen weiter positionieren und auch für E-Sports öffnen. «So können wir potenzielle Fachkräfte auf St.Gallen aufmerksam machen», sagt Isabel Schorer, Leiterin der Standortförderung. So habe man sich gemeinsam mit anderen Organisationen wie den Olma-Messen auf die Suche nach geeigneten Veranstaltern gemacht – und ist fündig geworden.

«Wir haben festgestellt, dass der Standort für eine Veranstaltung im digitalen Bereich, also auch für einen E-Sport-Anlass, bestens geeignet ist», sagt Schorer. Die Unterstützung der Stadt erfolgt einerseits mit Dienstleistungen wie einer schnellen Internet-Verbindung, andererseits durch einen finanziellen Beitrag. Insgesamt lässt sich die Stadt den Anlass einen höheren vierstelligen Betrag kosten. Bedingung dafür war, dass der Anlass öffentlich zugänglich ist. «So kann sich die Bevölkerung gleich selbst ein Bild von der teilweise noch unbekannten Szene machen.»

Heute Freitag wird zunächst die Infrastruktur aufgebaut, abends kommen Gamer. Die LAN-Party dauert noch bis Sonntagabend. Der Eintritt für interessierte Nicht-Gamer kostet fünf Franken, für Fighting-Game-Turniere sind noch diverse Plätze frei.

www.eevent.ch

Die Renaissance der LAN-Parties

Binnen weniger Jahre wurde aus einer Notwendigkeit ein gefragter Trend: LAN-Parties feiern derzeit ein kleines Comeback. Denn was einst der einzige Weg war, um gemeinsam Computer-Games zu spielen, ist heute eine bewusste Rückkehr zum Gemeinschaftsgedanken. LAN-Parties sind ein Zusammenschluss von privaten Computern durch ein lokales Netzwerk, das Local Area Network (LAN). Vor der Verbreitung des Internets wurde so die Möglichkeit geschaffen, in Spielen live gegeneinander anzutreten. Während der 1990er-Jahre boomten LAN-Parties. Mit der Verbreitung des Breitband-Internets zogen sich aber ab Mitte der Nullerjahre mehr und mehr Gamer in den privaten Raum zurück. Die Bedeutung der LAN-Parties schwand, doch seit einigen Jahren erlebt das Format eine Renaissance. Das gemeinsame Gamen bringt den sozialen Aspekt in die Game-Kultur zurück, und das scheint auf eine grosse Nachfrage zu stossen: auch in der Schweiz. (ghi)

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