GALLUSTAG: Gallusfeier zur Reformation

Die diesjährige Gallusfeier am Montag widmet sich dem 500-Jahr-Jubiläum der Reformation in der Stadt St. Gallen. In der Kathedrale wird ein Pontifikalamt abgehalten.

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Gallusfeier in der Kathedrale und im Pfalzkeller. (Bild: Benjamin Manser)

Gallusfeier in der Kathedrale und im Pfalzkeller. (Bild: Benjamin Manser)

Am Montag ist Gallustag. Der Tag also, an welchem dem heiligen Gallus gedacht wird. Jenem irischen Mönch, der die Stadt St. Gallen gründete und Namensgeber für Stadt und Kanton war. Die Feier zum Gallustag enthält in der Stadt kirchliche und weltliche Elemente. So feiert die Kirche um 10 Uhr in der Kathedrale mit einem Pontifikalamt den Patron ihres Bistums. Musikalisch gestaltet wird das Pontifikalamt durch den Domchor, Frauen- und Männerchoralschola, Solistinnen und Solisten sowie mit Musikern des Sinfonieorchesters St. Gallen. Unter anderem spielen und singen sie die Jubelmesse von Carl Maria von Weber.

Weinsegnung in der Galluskapelle

Die Kirche beginnt ihren Gallustag in der Kathedrale bereits um 6.30 Uhr mit der Eucharistiefeier am Gallusaltar. Um 7.15 Uhr wird in der Eucharistiefeier in der Galluskapelle der Wein gesegnet. Und um 17.30 Uhr wird der Tag mit der Pontifikalvesper im Chorraum der Kathedrale abgeschlossen.

Die Gallusfeier der Stadt St. Gallen findet schliesslich um 18.30 Uhr im Pfalzkeller statt. Sie widmet sich aus Anlass des Reformationsjubiläums dem Wirken Vadians. Der Stadtreformator gilt als Wegbereiter der 1520er-Jahre. Historiker Rudolf Gamper, ehemaliger Bibliothekar der Vadianischen Sammlung, blickt in seinem Referat im Pfalzkeller auf diese Epoche zurück. Musikalisch umrahmt wird die Gallusfeier vom Blockflötenconsort, bestehend aus den Blockflötistinnen Annina Stahlberger, Teresa Hackel und Claudia Heinisch. Auf nachgebauten Rennaissance-Instrumenten spielt das Ensemble Renaissance-Musik.

Das Grusswort an der Gallusfeier hält Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Im Anschluss an die Feier im Pfalzkeller sind die Besucher zu einem Apéro riche eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. (pd/rsp)