GALLUSPLATZ: Schneekrippe trotz grüner Weihnachten

Die Erbauer der Schneekrippe auf dem Gallusplatz beziehen auch dieses Jahr den Schnee von der Eissportanlage Lerchenfeld. Selbst bei weissen Weihnachten müssten sie auf diese Alternative zurückgreifen.

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20 Tonnen Schnee wurden gestern Freitag auf dem Gallusplatz zur Krippe geformt. (Bild: Lilian Wehrle)

20 Tonnen Schnee wurden gestern Freitag auf dem Gallusplatz zur Krippe geformt. (Bild: Lilian Wehrle)

Trotz grüner Wiesen ist seit gestern Freitag wieder eine Schneekrippe auf dem Gallusplatz zu bestaunen. Und wie die Jahre zuvor wurden die Krippenbauer mit 20 Tonnen Schnee von der Eisbahn Lerchenfeld beliefert. Es ist der Abrieb, der beim Putzen der Eisfelder entsteht, welcher für die Schneekrippe verwendet wird.

Beim Baumaterial ist Qualität gefragt

«Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal Naturschnee verwendet haben», sagt der Initiant der Schneekrippe, Eugen Brunner. Er ist schon seit über 30 Jahren beim Bau der Krippe dabei. Die Materialwahl hänge jedoch nicht nur mit dem fehlenden Schnee zusammen, sondern auch damit, dass der gesalzene Schnee von der Strasse bräunlich oder rötlich werden könne, was bei Schneeskultpuren nicht besonders ansehnlich wirde, sagt Brunner. Daher bevorzuge er einen sicheren Lieferanten, der qualitativ guten Schnee biete. Wie die Eishalle Lerchenfeld. Der Schneetransport zum Gallusplatz wird jeweils gratis von der Stadt organisiert. Eugen Brunner erstellt dann dort zusammen mit Freunden die Krippe.

Doch auch der beste Schnee kann den ungewöhnlich warmen Temperaturen nicht ganz stand- halten. «Die Konturen und Kanten werden wahrscheinlich rasch verwässern und abschmelzen», sagt Brunner. Dennoch habe die Krippe mit ihrer Masse genügend Eigenkälte. Der Schnee werde zusammensacken, ganz verschwinden werde die Krippe jedoch nicht so schnell. (wel)