Gallus Pfister ist neuer Häädler Gemeindepräsident

HEIDEN. Die mit viel Spannung erwartete Wahl um das Gemeindepräsidium in Heiden endete mit einem klaren Verdikt. Bereits im ersten Wahlgang wurde der parteiunabhängige Gallus Pfister gewählt. Er wird Nachfolger von Norbert Näf, der auf Ende Mai nach zehn Jahren seinen Rücktritt eingereicht hat.

Jesko Calderara
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Gallus Pfister Neuer Gemeindepräsident (Bild: pd)

Gallus Pfister Neuer Gemeindepräsident (Bild: pd)

HEIDEN. Die mit viel Spannung erwartete Wahl um das Gemeindepräsidium in Heiden endete mit einem klaren Verdikt. Bereits im ersten Wahlgang wurde der parteiunabhängige Gallus Pfister gewählt. Er wird Nachfolger von Norbert Näf, der auf Ende Mai nach zehn Jahren seinen Rücktritt eingereicht hat. Der zurzeit noch in Wil SG wohnhafte Kandidat der überparteilichen Findungskommission erhielt 651 Stimmen und lag damit über dem absoluten Mehr. Dieses lag bei 609 Stimmen. Pfister setzte sich gegen drei Mitbewerber durch und wurde gleichzeitig auch in den Gemeinderat gewählt. Das zweitbeste Ergebnis erreichte der bisherige Vizegemeindepräsident Ueli Rohner mit 375 Stimmen. Für den Parteilosen sprach sich die SP aus. Deutlich abgeschlagen folgen Christian Funke und Markus Hilber, deren Wahlzettel 126 sowie 37 Bürger in die Urne einwarfen. Hilber ist zwar SVP-Mitglied, die Partei sprach sich aber für Pfister aus. Die Stimmbeteiligung betrug 45 Prozent.

Freude beim Sieger

Gross ist die Freude beim frisch Gewählten. «Das Resultat ist der Lohn für den Aufwand, den ich in den Wahlkampf investierte», sagt Gallus Pfister. Er habe immer Hoffnung gehabt, dass es schon im ersten Wahlgang eine Entscheidung zu seinen Gunsten gebe. Er habe allerdings damit rechnen müssen, dass sich die Stimmen auf alle Kandidaten aufteilten. Pfister sieht verschiedene Ursachen für den Ausgang: «Ich habe bei meinen Auftritten jeweils ein positives Feedback aus der Bevölkerung erhalten.» Als Aussenstehender könne er zudem unbelastet an die Sache herangehen. Dies hätten viele Bürger geschätzt. Pfister beabsichtigt, die Zeit bis zum Amtsantritt am 1. Juni zum Dossierstudium und Einarbeiten zu nutzen.

Enttäuscht über sein Abschneiden ist Ueli Rohner. Zwar schaffte er den Sprung in den Kantonsrat, blieb jedoch ohne Chance auf das Gemeindepräsidium. Offensichtlich traue man ihm das Amt nicht zu, sagt Rohner. «Ich habe mit einer grösseren Unterstützung gerechnet.»

Rohner verzichtet auf Amt

Als weiteren Grund für die Niederlage nennt Rohner die tiefe Wahlbeteiligung. Auch seine Tätigkeit für den Heimatschutz und die Nähe zur SP seien wohl kaum förderlich gewesen. Bestätigt wurde Ueli Rohner hingegen als Gemeinderat. Er wird die Wahl jedoch nicht annehmen. «Ich habe keine Lust mehr, für andere zu dienen», begründet der Unterlegene sein freiwilliges Ausscheiden aus dem Gremium. Rohner will sich künftig ganz auf sein Kantonsratsmandat konzentrieren.

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