Gaiserwald will grösseres Siedlungsgebiet

GAISERWALD. Der Gaiserwalder Gemeinderat ist nicht ganz zufrieden mit dem Richtplanentwurf des Kantons, wie es im Mitteilungsblatt heisst. Seiner Meinung nach rechnet der Kanton mit einem zu tiefen Bevölkerungswachstum im Kanton.

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GAISERWALD. Der Gaiserwalder Gemeinderat ist nicht ganz zufrieden mit dem Richtplanentwurf des Kantons, wie es im Mitteilungsblatt heisst. Seiner Meinung nach rechnet der Kanton mit einem zu tiefen Bevölkerungswachstum im Kanton. Bis 2030 rechne der Kanton mit einer Bevölkerungszunahme von 40 000 Personen, der Bund hingegen mit 55 000. Die Prognosen für das Jahr 2040 gingen mit 50 000 zu 80 000 noch weiter auseinander. Da diese Prognosen die Grundlage für die Festlegung des Bauzonenbedarfs bilden, sei das im Richtplanentwurf definierte Siedlungsgebiet für Gaiserwald zu klein, findet der Gemeinderat. Der Kanton habe bereits angekündigt, seine Prognose zu überarbeiten. Dies befürwortet der Gemeinderat, und er beantragt, das Siedlungsgebiet im kantonalen Richtplan jenem der ersten Etappe des Gaiserwalder Richtplans von 2012 anzugleichen.

Autonomie für Gemeinden

Auch zur Verdichtung nach innen meldet sich der Gaiserwalder Gemeinderat zu Wort. Der neue Richtplan schreibe vor, dass die Gemeinden eine Innenverdichtungsstrategie definieren müssten, die vom Kanton genehmigt werde. Hier müsse den Gemeinden grösstmögliche Autonomie zugestanden werden. Pauschale Vorgaben vom Kanton seien nicht zielführend. Die Gemeinden sollen die gewachsenen Strukturen und den Charakter der bebauten Gebiete berücksichtigen dürfen. (gk/jw)