Gaiserwald «fasert» vor

Gestern begann der zweijährige Ausbau des Gaiserwalder Glasfasernetzes. Bald kann jeder Haushalt mit Hochgeschwindigkeit surfen, fernsehen und Radio hören.

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An der Tannenbergstrasse wurden die ersten Glasfasern eingezogen. (Bild: Dennis Egger)

An der Tannenbergstrasse wurden die ersten Glasfasern eingezogen. (Bild: Dennis Egger)

Gaiserwald. Die ersten 50 von über 60 000 Metern sind geschafft. Gestern wurden an der Tannenbergstrasse in Engelburg die ersten Glasfaserkabel zum Ausbau des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes der Gemeinde Gaiserwald eingezogen. «Nach der erfolgreichen Testphase kann der eigentliche Ausbau jetzt beginnen», sagte Gemeinderat Marcel Rey. Während der nächsten zwei Jahre wird jeder Haushalt an das FTTH-Netz (Fiber-to-the-Home) angeschlossen. «Schon im Herbst profitieren die ersten Kunden von Übertragungsraten von 100 Megabyte pro Sekunde, statt maximal zehn wie auf dem herkömmlichen Kupfernetz», sagt Ingenieur Eckart Schnarr.

Gaiserwald ist Vorreiter

Gaiserwald nimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle ein. In Gossau steckt ein solches Projekt in der Planung und in St. Gallen soll in den nächsten fünf Jahren eine Mehrzahl der Haushalte einen Glasfaserzugang haben.

75 Prozent weniger Strom

In Gaiserwald komme eine neue Technik aus dem asiatischen Raum zum Tragen, sagt Schnarr. Von der Zentrale in Engelburg werden die Daten passiv über 18 Knotenpunkte in jedes Haus verteilt, ohne weitere Stromeinspeisung. «Wir sparen gegenüber in Europa üblichen Glasfasernetzen 75 Prozent Strom.» (de)

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