Fussgänger statt Autos im Klosterbezirk

Die wenigen verbleibenden Privatparkplätze in der Begegnungszone im Klosterbezirk werden «intensiv polizeilich kontrolliert». Dies antwortet der Stadtrat auf eine Einfache Anfrage von Stadtparlamentarier Daniel Kehl (SP).

Janina Gehrig
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Im Klosterbezirk gibt es keine öffentlichen Parkplätze mehr. (Bild: Janina Gehrig)

Im Klosterbezirk gibt es keine öffentlichen Parkplätze mehr. (Bild: Janina Gehrig)

Stadtparlamentarier Daniel Kehl (SP) wollte in einer Einfachen Anfrage vom Stadtrat wissen, welche weiteren Massnahmen in der neuen Begegnungszone im Klosterbezirk geplant seien, um den Autoverkehr zu reduzieren. Der Stadtrat hat die Einfache Anfrage mit dem Titel «Klosterbezirk als illegaler Parkplatz und Auto-Schleichweg» nun beantwortet.

Weniger Verkehr und Parkplätze

Verkehrszählungen würden an der Moosbruggstrasse 21 und an der Gallusstrasse 40 durchgeführt, schreibt der Stadtrat. Die Auswertung zeige, dass die Verkehrsmenge im Jahr 2010 auf einen durchschnittlichen Tagesverkehr von 2000 Fahrzeugen an der Moosbruggstrasse sowie auf 1500 Fahrzeuge an der Gallusstrasse gesunken sei. Geschwindigkeitskontrollen zeigten auch, dass die bauliche Gestaltung der Begegnungszone das «Geschwindigkeitsniveau weitestgehend reduziert» habe.

Weiter schreibt der Stadtrat, in der südlichen Altstadt seien sämtliche öffentlich zugängliche Parkplätze aufgehoben worden. Die verbleibenden Parkfelder seien privat. Das Parkieren ausserhalb markierter Parkfelder mit Ausnahme des Warenumschlags sei nicht erlaubt. Die Stadtpolizei kontrolliere den ruhenden Verkehr in der südlichen Altstadt intensiv und büsse fehlbare Autolenker. Auf die Frage, wieso es bei der Hypo-Bank noch Parkplätze gebe, schreibt der Stadtrat, diese basierten auf einem Vertrag zwischen der Eigentümerin des Grundstücks und der politischen Gemeinde St. Gallen. Der Stadtrat räumt aber ein, an der Rosengasse seien die Übertretungen besonders zahlreich. Diese Parkplätze stünden den Bankkunden ausschliesslich während der Banköffnungszeiten zur Verfügung. «Es wird derzeit geprüft, ob neben den polizeilichen Kontrollen beispielsweise durch eine passende Möblierung das unerlaubte Parkieren eingeschränkt werden kann», schreibt der Stadtrat weiter. Durch die Versetzung der vier Kundenparkplätze an die Rosengasse habe der Grüningerplatz allerdings deutlich an gestalterischer Qualität gewonnen.

Platz und Strassen bereits belebt

Daniel Kehl stellte die Frage, mit welchen weiteren Mitteln der Stadtrat die Menschen in der Begegnungszone vor dem Autoverkehr schützen wolle. Der Stadtrat antwortete, die baulichen Massnahmen seien noch nicht abgeschlossen. Dennoch sei bereits heute eine spürbare Belebung des Platz- und Strassenraums durch Fussgänger festzustellen.