Fussballclub feiert sich

Der FC Abtwil-Engelburg feiert heute und morgen sein 50-Jahr-Jubiläum. Präsident Ivo Forster über seine Arbeit und das Freundschaftsspiel gegen die chilenische Nationalelf.

Roman Hertler
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Ein Käppli für alle Fans: Im September 2011 spielte der Zweitligist FC Abtwil-Engelburg ein Testspiel gegen die chilenische Nati. Vom Fussballfest träumt man in Gaiserwald heute noch – trotz 1:13-Niederlage. (Bild: Urs Bucher)

Ein Käppli für alle Fans: Im September 2011 spielte der Zweitligist FC Abtwil-Engelburg ein Testspiel gegen die chilenische Nati. Vom Fussballfest träumt man in Gaiserwald heute noch – trotz 1:13-Niederlage. (Bild: Urs Bucher)

Herr Forster, Sie sind seit fünf Jahren Präsident des FC Abtwil-Engelburg. Wie sind Sie zum Verein gekommen?

Ivo Forster: Meine Söhne spielen seit Juniorentagen und heute in der ersten Mannschaft des FC Abtwil-Engelburg. Daher bin ich an den Wochenenden seit langem am Spielfeldrand anzutreffen. Vor fünf Jahren wurde ich angefragt, ob ich das Präsidium übernehmen wolle.

Was ist Ihre Hauptaufgabe als Vereinspräsident?

Forster: Wir sind mit über 350 Mitgliedern nebst dem TSV Engelburg der grösste Sportverein in der Gemeinde Gaiserwald. Wir wollen weiterhin ein sinnvolles, sportliches Freizeitangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicherstellen.

Wie geht es dem Verein finanziell?

Forster: Finanziell stehen wir auf guten Beinen. Das ist mir wichtig. Wir planen mit einem Jahresbudget über 200 000 Franken. Das benötigen wir für den Betrieb mit 15 Teams und der ersten Mannschaft in der 2. Liga regional. Nur eine Liga höher würde das Budget bei weitem nicht reichen.

Der Aufstieg ist kein Thema?

Forster: Das ist kein primäres Ziel. In der 2. Liga sind wir meiner Meinung nach genau am richtigen Ort. Wir bezahlen keine Spesen oder Saläre an unsere Spieler. Das würde sich bei einem Aufstieg sicher ändern. Allerdings ist auch der Abstieg kein Thema. Wir können uns seit Jahren im oberen Mittelfeld der 2. Liga halten.

Der Verein ist jetzt 50 Jahre alt. Wo sehen Sie den Verein in den nächsten 50 Jahren?

Forster: Ich möchte an der Philosophie eines Ausbildungsvereins festhalten. So können wir seit Jahren rund 80 Prozent der ersten Mannschaft mit eigenen Junioren besetzen. Für mich als Vereinspräsident ist dies der Beweis für eine gute Juniorenförderung und dass unsere Trainer im Juniorenbereich sehr gute Arbeit leisten.

An welches Ereignis während Ihrer Präsidentschaft erinnern Sie sich besonders gerne?

Forster: An einem Nachmittag im September 2011 rief mich der Platzwart vom Spiserwies an und sagte mir, dass die chilenische Nationalmannschaft ein Testspiel gegen uns ausrichten wolle. Und das schon am nächsten Tag um 10.30 Uhr.

Wie haben Sie reagiert?

Forster: Wir mussten rasch handeln: Spieler aufbieten, die Medien informieren und mit den Schulbehörden einen schulfreien Tag vereinbaren. Die chilenischen Kicker wie Alexis Sánchez oder Arturo Vidal gaben sich sehr volksnah, liessen sich mit den Fans fotografieren und gaben Autogramme. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Da können wir gut über die 1:13-Niederlage hinwegsehen.

Was erwarten Sie von der

Jubiläumsfeier?

Forster: Am heutigen Galaabend möchten wir uns vor allem bei der Gemeinde, den Trainern, den Ehrenmitgliedern, aber auch den Gönnern und Sponsoren des Vereins bedanken. Der Samstag ist ein Tag für die ganze Gemeinde mit verschiedenen Anlässen und Wettkämpfen mit tollen Preisen. Damit wollen wir der Gemeinde und den Vereinen etwas zurückgeben und nicht einfach vom Fest profitieren.

Ivo Forster Präsident FC Abtwil-Engelburg (Bild: pd)

Ivo Forster Präsident FC Abtwil-Engelburg (Bild: pd)