«Fussball verrückt» im Bützel

Acht Tore, zwei Penalties, ein Platzverweis und ein Schiedsrichter-Wechsel in der Pause: Die Drittliga-Partie Staad – Wittenbach (4:4) hatte es in sich.

Christian Wenger
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STAAD. Staads Trainer Adrian Rüst wollte im Vergleich zum Hinspiel keinen Treffer mehr in der ersten Minute kassieren. Doch nach zwanzig Sekunden musste Patrick Buonopane bereits ein erstes Mal eingreifen. Dies war es dann aber auch mit guten Torszenen auf beiden Seiten, obwohl das Tempo nach wie vor hoch war. Nach 24 Minuten drang Elvis Skenderovic in den Wittenbacher Strafraum ein und wurde regelwidrig von den Beinen geholt. Misel Ruzic liess sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte souverän zum 1:0.

Schiedsrichter ausgewechselt

Von nun an war richtig Pfeffer in der Drittliga-Partie. Staads Captain Skenderovic wurde nach einer Tätlichkeit unter die Dusche geschickt, was dem Tabellendritten Wittenbach in die Karten spielen sollte. Doch Sekunden vor der Pause erhöhte Marcos Martin mit einem sehenswerten Schlenzer in die weite hohe Ecke zum 2:0. Als der Schiedsrichter wenig später die Teams in die Kabinen schickte, meldete er sich für die zweite Hälfte wegen starker Übelkeit ab.

Ein Ersatz konnte gefunden werden. Doch musste dieser zunächst nach Staad kommen. Die Halbzeitpause dauerte darum 60 statt 15 Minuten. Kurz nach Wiederbeginn konnten die Gäste verkürzen: Fabio Eberle, kurz zuvor eingewechselt, traf zum 2:1. Staads Antwort folgte jedoch prompt: Nach einem Freistoss von Jetmir Beqiraj auf den zweiten Pfosten drückte Anto Lovric den Ball über die Linie. Eine Co-Produktion der beiden Rorschach-Rückkehrer. Die Gäste liessen sich aber auch davon nicht beeindrucken und suchten vehement den Weg zum Staader Tor. Nach einer Stunde folgte ein Penalty für Wittenbach. Buonopane kam einen Tick zu spät und legte den heraneilenden Stürmer um. Der Unparteiische verzichtete jedoch auf eine Karte. Cedric Schenk verwandelte eiskalt zum 3:2, und es war noch eine halbe Stunde zu spielen. Doch Staad kämpfte weiter und störte den Gegner früh: Lovric erkämpfte sich einen Ball und legte für Patrick Scheier auf.

Ausgleich in der Nachspielzeit

Der 16-Jährige hatte keine Mühe, die Kugel über die Linie zu schieben – 4:2. Die Wittenbacher probierten alles und versuchten es blind aus der Distanz. Ein solcher Distanzschuss von Abnor Aliji setzte unglücklich knapp vor Buonopane auf und lag im Netz. Staad wollte natürlich nun mit allen Mitteln den Sieg über die Zeit retten, hatte aber auch Glück, dass der Schiedsrichter nicht ein zweites Mal auf Penalty für Wittenbach entschied. Doch dann, nach etlichen Freistössen und Cornern, bereits in der Nachspielzeit folgte doch noch der Ausgleich. Patrick Wider traf aus dem Gewühl heraus. Auch jetzt war noch nicht Schluss, der FCW wollte unbedingt den Sieg. Doch Staad konnte am Schluss wenigstens den Punkt über die Zeit retten.

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