Fussball-Haar: Von wegen Trendsetter

Alle Blicke sind dieser Tage auf die Fussball-WM in Brasilien gerichtet. Sie gibt viel zu reden – und zwar nicht nur wegen der Leistung der Schweizer Nati.

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Auch Blerim Dzemaili trägt einen Irokesenschnitt. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Auch Blerim Dzemaili trägt einen Irokesenschnitt. (Bild: ky/Peter Klaunzer)

Alle Blicke sind dieser Tage auf die Fussball-WM in Brasilien gerichtet. Sie gibt viel zu reden – und zwar nicht nur wegen der Leistung der Schweizer Nati. Nein, auch das Aussehen der Spieler, insbesondere ihre Haarpracht, ist ein ständiges Medienthema: etwa Cristiano Ronaldos an der rechten Kopfseite einrasierter Blitz oder Neymars «Kakadu». Da stellt sich die Frage: Welcher WM-Tschutter setzt mit seiner Frisur einen Trend?

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Auch die Schweiz schickt einige Spieler mit auffälligem Kopfschmuck ins Rennen – Granit Xhaka und Blerim Dzemaili etwa mit Irokesenschnitt. Das ist das Werk von Johan Djourou, der diese Frisur einst selbst trug, jetzt aber kahlgeschoren und mit Bart den Schweizer Strafraum verteidigt. Valon Behrami, als Dritter im Irokesen-Bund, hat den Haarstreifen gar blond gefärbt. Und welche Frisur trägt eigentlich Xherdan Shaqiri, der seit den drei Toren gegen Honduras vom Mittwoch das grösste Potenzial hat, hierzulande haariger Trendsetter zu werden? Der Fachmann spricht bei ihm von einem «Undercut», auf der Seite kurz, oben lang, Richtung Stirn noch länger.

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Hört man sich bei städtischen Figaros um, hat sich bei den St. Galler Buben und Jungmännern noch keine Frisur eines WM-Stars durchgesetzt. Schon gar nicht die eines Schweizer Spielers. Dafür gibt es vor allem eine Erklärung: Die Frisuren der Schweizer seien weder originell noch neu. Denn: «Der Irokesenschnitt und der Undercut sind schon länger im Trend», sagt etwa Stefanie Zanella von Coiffeur Roduner in Rotmonten. Und für Corina Büchler von Baettig Intercoiffure sind sie gar «schon wieder unmodisch». Eine Chance haben Shaka & Co. doch noch: Wenn die Schweizer Nati am nächsten Dienstag Argentinien schlägt, könnte es schon passieren, dass der eine oder andere Bub doch noch mit Shaqiri-Bild zum Coiffeur pilgert. (mzw)

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