Fuss- und Veloverkehr wird gefördert

Das Stadtparlament stimmte gestern deutlich zwei Krediten zu, mit denen der Langsamverkehr gefördert werden soll. Zum einen beschloss es, dem Tiefbauamt in den Jahren 2014 bis 2016 bei der Massnahmenplanung des Langsamverkehrs eine externe Unterstützung zur Seite zu stellen.

Merken
Drucken
Teilen

Das Stadtparlament stimmte gestern deutlich zwei Krediten zu, mit denen der Langsamverkehr gefördert werden soll. Zum einen beschloss es, dem Tiefbauamt in den Jahren 2014 bis 2016 bei der Massnahmenplanung des Langsamverkehrs eine externe Unterstützung zur Seite zu stellen. Die Gesamtkosten dafür betragen 380 000 Franken. Zum anderen wurde für die Umsetzung von Sofortmassnahmen in den Jahren 2015 bis 2017 ein Kredit von 410 000 Franken erteilt.

Lieber eigene Fachstelle

Robert Furrer von der Fraktion der Grünen, Jungen Grünen und Grünliberalen sagte, zur Behebung der Schwachstellen würde die Fraktion bevorzugt eine städtische Fachstelle für den Langsamverkehr schaffen. «Angesichts der politischen Konstellation und der finanziellen Situation bliebe ein entsprechender Antrag aber wohl ohne Chance.» «Zu gegebener Zeit» wolle die Fraktion aber einen solchen Vorstoss prüfen.

Auch Martin Boesch von der SP/Juso/PFG-Fraktion betonte, bei der Verkehrspolitik sei eine Strategieänderung nötig. Der Langsamverkehr erfordere entschieden mehr Effort und mehr Ressourcen, als in dieser Vorlage beantragt werde. «Wie die SP bereits 2008 gefordert hat, braucht es eine personelle Aufstockung und eine strukturelle Aufrüstung im Tiefbauamt. Ausserdem müssen entsprechend Finanzen zur Verfügung gestellt werden.» So brauche es schon für das Jahr 2014 Geld für Sofortmassnahmen.

Sparen beim Komfort

Namens der SVP-Fraktion forderte Heini Seger den Stadtrat auf, den Massnahmenplan «nicht durch die rosarote Brille zu betrachten». Massnahmen, die nur dem Komfort dienten, müssten «im Topf der Sparmassnahmen landen». FDP-Fraktionspräsident Roger Dornier sagte, man anerkenne die Notwendigkeit zum Handeln, gegen die Schaffung einer weiteren Stelle werde sich die Fraktion aber wehren. (dag)