Für Rechsteiner, für Müller

An wen der zweite St. Galler Ständeratssitz geht, entscheidet sich am 15. November. Auch lokale Organisationen geben Wahlempfehlungen ab.

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Thomas Müller SVP-Ständeratskandidat, Nationalrat und Stadtpräsident (Bild: Benjamin Manser)

Thomas Müller SVP-Ständeratskandidat, Nationalrat und Stadtpräsident (Bild: Benjamin Manser)

Am 15. November treten SP-Amtsinhaber Paul Rechsteiner (St. Gallen) und SVP-Herausforderer Thomas Müller (Rorschach) zum zweiten Wahlgang für den zweiten St. Galler Ständeratssitz an. Die Politische Frauengruppe (PFG) der Stadt St. Gallen empfiehlt den Bisherigen Rechsteiner zur Wahl. Wirtschaft Region St. Gallen (WISG) wiederum sähe lieber den Rorschacher Stadtpräsidenten und SVP-Nationalrat in der kleinen Kammer in Bern.

«Rechtsrutsch» abfedern

Die Politische Frauengruppe empfiehlt Paul Rechsteiner gemäss gestriger Mitteilung, weil er in seiner politischen Arbeit immer wieder gezeigt habe, dass er sich für Anliegen einsetze, «die der PFG wichtig sind: Er kämpft für soziale Gerechtigkeit, einen guten Service public und eine intakte Umwelt». Zudem setze sich Rechsteiner ein «für gleiche Chancen für alle».

Nach dem «Rechtsrutsch im Nationalrat» ist es für die PFG «von entscheidender Bedeutung, wie der Ständerat parteipolitisch zusammengesetzt ist». Mit Rechsteiner stehe ein Politiker zur Wahl, der soziale und ökologische Anliegen mit viel Engagement vertrete und dank seines taktischen Geschicks auch breite Unterstützung finde. «Mit Paul Rechsteiner und weiteren linken Politikerinnen und Politikern im Ständerat kann es gelingen, die zu erwartenden negativen Entscheide des Nationalrats zu korrigieren.»

«Standort nachhaltig fördern»

Wirtschaft Region St. Gallen (WISG) unterstützt anderseits Thomas Müller. Auch im Ständerat brauche es nämlich eine wirtschaftsfreundliche Politik und wirtschaftsfreundliches Engagement für die Region. Müller habe sich in seiner ganzen politischen Laufbahn für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen und damit für die Bedürfnisse der Wirtschaft in einem umfassenden Sinn eingesetzt, schreibt WISG in einer gestern verbreiteten Mitteilung. Während sich sein SP-Gegenkandidat ausschliesslich für Arbeitnehmerinteressen stark mache, verfügt SVP-Nationalrat Thomas Müller «als <gelernter> Anwalt und heutiger Stadtpräsident von Rorschach über eine breite Sicht der Wirtschaft». Ihm sei es etwa gelungen, in Rorschach bedeutende Wirtschaftsunternehmen anzusiedeln und auch den Wohnungsbau neu zu beleben. Damit habe er den Standort am See konkret und nachhaltig gefördert.

Für WISG ist es wichtig, dass die St. Galler Deputation im Ständerat mit einer Stimme spricht. Die im ersten Wahlgang bestätigte Karin Keller-Sutter (FDP, Wil) müsse durch einen in Wirtschaftsfragen erfahrenen und durchsetzungsstarken Ständerat ergänzt werden, heisst es in der Mitteilung. Thomas Müller werde sich im Ständerat für den Kanton und den Wirtschaftsstandort St. Gallen nachhaltig einsetzen. Er verdiene daher die Unterstützung der Wirtschaft und breiter Bevölkerungskreise, findet WISG. (pd/vre)

Paul Rechsteiner SP-Ständerat und Rechtsanwalt (Bild: Jakob Ineichen)

Paul Rechsteiner SP-Ständerat und Rechtsanwalt (Bild: Jakob Ineichen)