«Für mich ist das keine Genugtuung»

Vor zwei Jahren wehrte sich eine Gruppe von Mörschwilern um Hans-Ueli Brack gegen einen privaten Betrieb des geplanten Wohn- und Pflegezentrums. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die gewünschte Betreiberin, die Di-Gallo-Gruppe, womöglich aussteigt.

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Hans-Ueli Brack Ehemaliger Mörschwiler Dorfarzt (Bild: Stefan Beusch)

Hans-Ueli Brack Ehemaliger Mörschwiler Dorfarzt (Bild: Stefan Beusch)

Vor zwei Jahren wehrte sich eine Gruppe von Mörschwilern um Hans-Ueli Brack gegen einen privaten Betrieb des geplanten Wohn- und Pflegezentrums. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die gewünschte Betreiberin, die Di-Gallo-Gruppe, womöglich aussteigt. Für Brack eher eine schlechte Neuigkeit als eine Genugtuung.

Herr Brack, überrascht Sie der vorzeitige aber nicht definitive Ausstieg der Di-Gallo-Gruppe?

Was dieses Projekt anbelangt, überrascht mich ehrlich gesagt gar nichts mehr.

Warum?

Weil man so vieles hört im Dorf. Unter anderem geht das Gerücht herum, dass schon bald mit dem Bau begonnen werden kann. Vieles wird verschwiegen, darum entsteht solches Gemunkel.

Doch die Di-Gallo-Gruppe machte sauberen Tisch. Was sagen Sie zu diesem Vorgehen?

Ich begreife den Entscheid nicht. Vor allem, weil das Mörschwiler Heim mit exklusiver Lage attraktiv für di Gallo gewesen wäre.

Hand aufs Herz: Ist es für Sie nicht eine Genugtuung, zu sehen, dass es mit dem Privaten nicht klappt respektive klappen könnte?

Das ist es nicht. Ich hätte lieber erfahren, dass gebaut werden kann. Ich war immer für ein Pflegeheim in Mörschwil. Wer dereinst Betreiber ist, ist mir heute egal. Womöglich wird es dann doch noch di Gallo sein.

Werden Sie jetzt nochmals aktiv?

Nein. Ich habe die damalige Abstimmung nicht als Niederlage empfunden. Uns ging es in erster Linie darum, dass überhaupt diskutiert wurde und darüber befunden werden konnte, ob das Pflegezentrum von der Gemeinde oder von Privaten geführt werden soll. (ses)

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