Für freiwilliges Engagement geehrt

Pfadi Trotz Allem, das Generationenprojekt Rheinspringen Bridges, der Freizeittreff «Lodi goo», der SV Fides und das Collegium Musicum haben den diesjährigen städtischen Prix Benevol erhalten. Sie wurden für ihr freiwilliges Engagement geehrt.

Claudia Schmid
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Benevol-Preisverleihung im Pfalzkeller: Der Preis im Bereich Kultur ging ans Collegium Musicum. (Bild: Hanspeter Schiess)

Benevol-Preisverleihung im Pfalzkeller: Der Preis im Bereich Kultur ging ans Collegium Musicum. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Prix Benevol wurde am Donnerstagabend im Pfalzkeller zum zweitenmal vergeben. Er wurde von der Stadt St. Gallen in Zusammenarbeit mit Benevol St. Gallen, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit, ausgeschrieben. 26 Organisationen hätten sich für den Preis beworben, erklärte Heidi Gstöhl, Leiterin des städtischen Amtes für Gesellschaftsfragen, an der Preisverleihung. Sie alle leisteten einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Stadt. Stadtrat Nino Cozzio würdigte das Engagement der vielen Frauen und Männer, die sich in unterschiedlichsten Bereichen gratis einsetzen. «Die Freiwilligenarbeit ist ein unverzichtbarer Kit der Gesellschaft», betonte er.

Fünf Projekte ausgewählt

Aus den Wettbewerbseingaben wählte die Jury drei Projekte aus der Kategorie Gesellschaft und je eines aus den Kategorien Sport und Kultur aus. Die fünf Organisationen erhielten im Pfalzkeller ein Preisgeld von je 1000 Franken überreicht. Sie alle sind für das Finale des kantonalen Prix Benevol nominiert, der mit 10 000 Franken dotiert ist.

Als erstes hielt die Pfadi Trotz Allem Oberberg den Preis in den Händen. Sie ist eine Pfadfinderabteilung, welche die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in den normalen Pfadibetrieb als Ziel hat. Seit mehr als 35 Jahren besteht sie als eigene Abteilung und führt regelmässig am Samstag Aktivitäten durch.

Das Generationenprojekt Rheinspringen Bridges vermittelt Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kompetenzen, die ihre Chancen auf einen Berufsausbildungsplatz erhöhen. Sie erhalten die Möglichkeit, Ressourcen und Stärken zu entdecken und gezielt einzusetzen, um den Einstieg in die Arbeitswelt zu schaffen. Beim Projekt treffen Jugendliche mit Seniorinnen und Senioren zusammen.

Integration fördern

Ein weiterer Prix Benevol ging an den Freizeittreff «Lodi goo». Er ist eine Begegnungsmöglichkeit für erwachsene Menschen mit und ohne Behinderung im Raum St. Gallen. Essen, Disco, Volksmusik, Konzerte, Aufführungen von Gesangsgruppen oder Grillfeste stehen auf dem Programm. Die Treffen finden zehnmal im Jahr in der Baracke an der Oberstrasse 298 statt.

Der SV Fides wiederum ist mit seinen über 300 Mitgliedern einer der grössten Handballvereine der Ostschweiz. Die Nachwuchsförderung liegt ihm am Herzen. In der aktuellen Saison stellt er in jeder Nachwuchskategorie mindestens eine Mannschaft. Zudem setzt er sich für die Integration von Migrantinnen und Migranten ein.

In der Kategorie Kultur ging der Preis an das Collegium Musicum Ostschweiz. Es führt klassische Werke auf und fördert zeitgenössische Musik. Sein Interesse gilt der Wiederaufführung unbekannter Werke. Es stehen Komponisten im Vordergrund, die einen Lebensbezug zur Ostschweiz haben.

Dank an Freiwillige

Im Anschluss an die Preisverleihung fand der städtische Freiwilligenanlass statt. Er ist ein Dankeschön der Stadt St. Gallen an alle Personen, die sich im Sozialbereich freiwillig engagieren. Das Motto des Abends lautete «Country».