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Für Freiheit – gegen sinnlose Gewalt

Über 100 Personen, darunter viele Medienschaffende, haben gestern Abend in St. Gallen an einer spontan organisierten Kundgebung und Gedenkminute für die Opfer des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» teilgenommen.
«Je suis Charlie»: Kundgebung für die Opfer des Pariser Mordanschlags in St. Gallen. (Bild: Michel Canonica)

«Je suis Charlie»: Kundgebung für die Opfer des Pariser Mordanschlags in St. Gallen. (Bild: Michel Canonica)

Über 100 Personen, darunter viele Medienschaffende, haben gestern Abend in St. Gallen an einer spontan organisierten Kundgebung und Gedenkminute für die Opfer des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» teilgenommen. «Für (Presse-)Freiheit, gegen Gewalt» war dabei auf Transparenten zu lesen. Mitgetragen wurden auf dem Marsch durch die Altstadt auch Schilder mit dem Solidaritätsslogan «Je suis Charlie» sowie Fackeln und Kerzen.

In Ansprachen verurteilten Dominik Dietrich, Regionalsekretär der Mediengewerkschaft Syndicom, Tagblatt-Chefredaktor Philipp Landmark und die St. Galler SP-Kantonalpräsidentin Monika Simmler den Mordanschlag von Paris. Nichts könne den durch einzelne «verblendete Fanatiker» verübten «Akt sinnloser Gewalt» rechtfertigen. Er sei ein Angriff nicht nur auf die Meinungs- und Medienfreiheit, er richte sich gegen unsere ganze Gesellschaft. Jeder habe bei uns das Recht, zu denken, zu glauben und zu sagen, was er wolle. Das sei eine Errungenschaft der Aufklärung. Diese Freiheit gelte es zu verteidigen – dezidiert, mit Worten, mit friedlichen Mitteln also und in der Diskussion respektvoll gegenüber anderen Meinungen, sagte Philipp Landmark.

Gewerkschaftssekretär Dietrich erinnerte daran, dass 2014 weltweit 191 Journalisten ermordet wurden. Jeder dieser Morde stelle einen Anschlag auf die Freiheit dar – genau wie das Attentat in Paris. SP-Parteipräsidentin Simmler rief dazu auf, sich gegen solche Angriffe auf Grundrechte und Freiheit, also die Demokratie, zu wehren. Die Politik müsse Ruhe bewahren. Die Antwort auf die Mordtat müsse differenziert ausfallen. Es sei klar zwischen Religion und Fanatismus zu unterscheiden. Wer jetzt wie gewisse Rechtspopulisten mit Hass oder Hetze reagiere, erreiche gar nichts. Er schüre nur Spannungen und spiele so den Fanatikern in die Hände. (vre)

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